Standort: science.ORF.at / Meldung: "Transatlantikflug mit Brennstoffzellen"

Flugzeug mit Brennstoffzellenantrieb

Transatlantikflug mit Brennstoffzellen

Schadstofffrei nach Amerika: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) plant einen Transatlantikflug mit Brennstoffzellenantrieb. Der Flugversuchsträger Antares DLR-H2 wird noch in diesem Jahr zum Erstflug starten.

Energie 30.09.2009

Das sagte der Direktor des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik, Hans Müller-Steinhagen, bei einer Flugvorführung des Motorseglers in Stuttgart. Das Brennstoffzellenflugzeug wurde vom DLR und der Firma Lange Aviation gebaut. Nur der bewölkte Himmel verhinderte am Mittwoch zunächst einen Flug in bisher nicht erreichte Höhen.

Meilenstein zur geräuschfreien Luftfahrt

Flugzeug mit Brennstoffzellenantrieb im Anflug auf Stuttgart

Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt

Antares DL-H2 im Anflug auf den Flughafen Stuttgart

Laut DLR ist die Maschine ein Meilenstein auf dem Weg zu einer emissions- und zugleich geräuscharmen Luftfahrt. Das Flugzeug ist 7,4 Meter lang, hat eine Spannbreite von 20 Metern und wiegt 660 Kilogramm. Betankt wird es ausschließlich mit Wasserstoff.

In einer Brennstoffzelle wird daraus Strom gewonnen, der über einen Elektromotor den Propeller antreibt. Je nachdem, ob Wasserstoff mit Hilfe von Solarenergie oder Kohlestrom gewonnen wird, ist er mehr oder weniger klimafreundlich. Neu ist an Antares DLR-H2 vor allem, dass das pilotgesteuerte Flugzeug keinen zusätzlichen Batteriestrom zum Abheben braucht.

science.ORF.at/APA/dpa

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Forum

 
  • Wenn das ein Anflug sein soll...

    madmarty77, vor 2489 Tagen, 4 Stunden, 30 Minuten

    ... kann man schon einmal mit dem Beten beginnen. Aus dem Winkel eher ein Sturzflug.

  • Ähm...

    aw70, vor 2489 Tagen, 6 Stunden, 57 Minuten

    Es ist wirklich gut, dass über die H2 berichtet wird - das Ding ist ein sehr interessanter Versuchsträger, und das erste bemannte Luftfahrzeug, das mit Wasserstoff fliegt.

    Nur... die Maschine hatte bereits ihren Erstflug. Siehe Foto... :-) Und der Rest des Berichtes ist auch ein bisschen konfus.

    Vielleicht hat der DLR-Mann mit dem kommenden Erstflug einen anderen Versuchsträger gemeint, als den H2. Auch wenn der Elektrosegler Antares, auf dem die H2 beruht, ein sehr komfortables Flugzeug ist - aber bis Amerika damit zu fliegen ist mehr als utopisch. Und das nicht nur wegen der Reichweite: so lange, wie diese Maschine über den grossen Teich brauchen würde, hält das niemand in dem Cockpit aus. Vermutlich werden die ein unbemanntes Vehikel dafür bauen, das dann mit Wasserstofftanks vollgeräumt wird.

    • dieses "foto"...

      veritas, vor 2489 Tagen, 6 Stunden, 54 Minuten

      ...ist eben kein foto sondern eine mit computer erzeuge grafische illustration ;)

    • @veritas

      aw70, vor 2489 Tagen, 6 Stunden, 52 Minuten

      Nicht das grosse Bild - das ist wirklich aus einem Flugsimulator. Aber schau mal auf die Homepage von Lange Flugzeugbau:

      http://www.lange-flugzeugbau.de/

      Das Ding fliegt wirklich schon, und das kleine Bild links ist ein echtes Foto.

    • Erstflug am 7. Juli 2009?

      greg79, vor 2489 Tagen, 6 Stunden, 32 Minuten

      http://www.dlr.de/tt/desktopdefault.aspx/tabid-4935/8219_read-13587/

    • Lesen hilft...

      crossmedix, vor 2489 Tagen, 5 Stunden, 57 Minuten

      "Nur der bewölkte Himmel verhinderte am Mittwoch zunächst einen Flug in bisher nicht erreichte Höhen." Offenbar ging's eher um einen Höhentest als Vorbereitung für den langen Flug...

  • solidstate, vor 2489 Tagen, 7 Stunden, 2 Minuten

    Das sollte mit Brennstoffzellen kein Problem sein, denn diese sind seit vielen Jahrzehnten bewährt und der Wirkungsgrad ist höher als bei herkömmlichen Antrieben wodurch man sich viel Treibstoff spart.
    Nur die Kosten sind (noch) viel zu hoch.

    • wozu baut man dann einen Motorsegler?

      hitcher, vor 2489 Tagen, 4 Stunden, 51 Minuten

      Man hätte es dann eher so machen sollen wie beim Tesla Elektro-Flitzer,
      und das Flugzeug auf höhere Geschwindigkeit und mehr Sitzplätze auslegen, oder einen Frachtraum vorsehen, damit gleich gezeigt wird, dass mit dieser Technik auch anspruchsvolle und sinnvolle Anwendungen möglich sind.

    • immer schön einen Schritt vor den anderen

      whylee, vor 2489 Tagen, 2 Stunden, 59 Minuten

      wenn du einen a380 mit wasserstoffantrieb morgen haben willst - du kannst gerne einen bauen. das hier ist ja kein massenprodukt, sondern eher ein wissenschaftliches forschungsprojekt. da macht man schön step by step. außerdem man muß auch berücksichtigen, daß hochreiner wasserstoff für brennstoffzellen nicht so billig ist wie kerosin. ich denke mal, daß mit wasserstoff auch ein düsenantrieb möglich wäre. aber dann muß erst mal die frage der produktion geklärt werden, und das nicht nur theoretisch.

  • Wenn man dann wieder Kohle- oder Gaskraftwerke zum Erzeugen...

    wsteger, vor 2489 Tagen, 7 Stunden, 4 Minuten

    ... von Wasserstoff per Elektrolyse braucht,
    relativiert sich die Wasserstofftechnologie sehr.
    Steht leider nur ziemlich versteckt unten im Artikel...

    • solidstate, vor 2489 Tagen, 6 Stunden, 59 Minuten

      Das Problem hat man mit jedem Energieträger. Nur was spricht dagegen Wasserstoff durch alternative Energien zu gewinnen?
      Benzin/Kerosin/Diesel kann man kaum durch alternative Energiequellen gewinnen, und selbst wenn man es mit einer guten Ausbeute könnte, stünde immer noch der geringe Wirkungsgrad von Verbrennungskraftmaschinen einer sinnvollen Nutzung entgegen. Fossile Brennstoffe zahlen sich nur aus wenn sie im Überfluss vorhanden sind, diese Zeit neigt sich aber immer mehr dem Ende zu.

    • Gar nichts...

      wsteger, vor 2489 Tagen, 6 Stunden, 49 Minuten

      ...aber Wasserstoff ist *nicht* die gewünschte alternative Energie*quelle*. Und bei den Problemen, die man mit der Lagerung und dem Transport wirklich grosser Mengen von H2 hat (Diffusion; extrem niedriger Siedepunkt) eignet es sich (noch?) nicht als Energieträger.

    • solidstate, vor 2488 Tagen, 11 Stunden, 37 Minuten

      In Frankreich sind Verbundflaschen für Wasserstoff auf 700 Bar zugelassen. Damit kann man beispielsweise in einem PKW Reichweiten mit einer Brennstoffzelle erzielen die der konventioneller Fahrzeuge um nichts nachstehen ohne, dass mehr Stauraum als bei einem gewöhnlichen Tank verbraucht würde.
      Technisch ist schon fast alles machbar. Das Problem sind die Preise (Grössenordnung von etwa 1 Mio. € für einen Brennstoffzellen-PKW).
      Deshalb forschen die meisten Firmen jetzt an billigeren Matrialien (Membranen, Katalysatoren,...)