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Künstlerische Darstellung des HI-Virus.

Neuer HIV-Impfstoff doch nicht so wirksam

Vor einigen Wochen war es eine dramatische Meldung: Eine neue Impfstoffkombination schütze vor Aids. Nun wurde die Studie veröffentlicht. Sie zeigt, dass die Therapie nur eingeschränkt wirkt. Die Ergebnisse waren zum Teil nicht signifikant.

AIDS 20.10.2009

Impfstoff aus Vogelvirus

Bis zu einer leicht anwendbaren und hocheffizienten Aids-Impfung wird wohl noch einige Zeit vergehen: Was im September weltweit für Aufsehen sorgte, liegt jetzt in Publikationsform vor. Das "New England Journal of Medicine" veröffentlichte am Dienstag online die Ergebnisse einer Studie aus Thailand mit zwei Impfstoffen. Der prophylaktische Effekt gegen HIV-Infektionen war demnach eher bescheiden.

Jerome H. Kim vom HIV-Forschungsprogramm des US-Militärs und seine Mitautoren hatten 16.402 Probanden insgesamt sechsmal geimpft: Vier Immunisierungen wurden mit einer Vakzine aus einem gentechnisch veränderten Vogelvirus (Canary Pox, ALVAC-HIV) durchgeführt. Damit sollte eine Immunreaktion auf Antigene aus dem Zellkern von HI-Viren erzeugt werden. Darauf folgten zwei Verstärkungsimpfungen mit AIDSVAS B/E, einer Vakzine aus Oberflächenantigenen der Immunschwächeerreger. Die Hälfte der Probanden erhielt lediglich Placebo-Injektionen. Die Beobachtungszeit betrug drei Jahre.

Bescheidene Ergebnisse - Basis für weitere Forschung

Die Ergebnisse sind eher bescheiden: In der Gesamtauswertung aller Probanden ergab sich ein Schutzfaktor der Vakzine von 26,4 Prozent. Das war statistisch nicht signifikant. Schied man sieben Personen aus, die offenbar zu Beginn der Studie HIV-positiv waren, stieg die Schutzrate auf 31,2 Prozent. Das war statistisch knapp signifikant. "Obwohl die Resultate nur einen moderaten Nutzen zeigen, geben sie einen Weg für die zukünftige Forschung vor", erklärten die Autoren.

Die beiden Vakzine getrennt waren zuvor in klinischen Studien gescheitert. Die sechsmalige Impfung mit zwei verschiedenen Produkten erscheint derzeit als Mittel zur HIV-Prophylaxe für die breite Anwendung als nicht geeignet.

science.ORF.at/APA

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