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LHC beschleunigt auch die Publikation

Der Teilchenbeschleuniger in Genf stellt nicht nur neue Energie-Weltrekorde auf, er beschleunigt auch die Veröffentlichung von Studien. Nach nur drei Tagen wurde die erste Studie zur Publikation freigegeben.

Rekord 07.12.2009

Am 20. November hatte der Large Hadron Collider nach über einem Jahr Reparaturzeit am Kernforschungszentrum CERN seinen Betrieb wieder aufgenommen. Nur wenige Tage danach berichteten Forscher von einem neuen Energie-Weltrekord, der beim Aufprall der Protonen entstanden war.

Nach drei Tagen akzeptiert

Am 28. November stellten Physiker der Alice-Collaboration eine Studie zur Protonenkollision auf den Preprint-Server arXiv.org und reichten sie auch beim "European Journal of Physics" ein. Nur drei Tage später wurde die Studie akzeptiert und wird dort nun auch erscheinen.

"Das ist vermutlich ein Rekord, und das hat mit der Ehre zu tun, der erste zu sein", meint Alice-Mitarbeiter David Evans von der Universität Birmingham gegenüber dem "New Scientist". Die Geschwindigkeit der Publikation war nur möglich, weil die Physikergruppe Teile der Studie bereits vor Erhebung der empirischen Daten geschrieben hatte.

science.ORF.at

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