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Zebrafink

Zebrafinken: Lautstärke macht attraktiv

Laute Sänger sind für Zebrafinken-Weibchen offensichtlich anziehender als leisere Artgenossen. Das haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen bei Starnberg herausgefunden.

Verhalten 22.02.2010

Sie boten den Weibchen in einer Versuchsreihe vier Gesänge eines Zebrafinken-Männchens in unterschiedlicher Lautstärke über Lautsprecher an. Fast alle fanden das lauteste Lied am attraktivsten.

1.000 Songs pro Tag

Die Forschungsergebnisse veröffentlicht das Team um Henrik Brumm im Journal "Animal Behaviour" (doi: 10.1002/cne.22281).
Titel der Studie: "Female zebra finches prefer high amplitude song"

Für die Studie hatten die Vogelforscher die Finkenweibchen in Käfige gesetzt, in denen sie durch das Drücken von verschiedenen Tasten mit dem Schnabel unterschiedlich laute Gesänge selbst abrufen konnten. "Manche Zebrafinkenweibchen betätigten über 1.000 Mal am Tag die Tasten", erläutert Mitautor Mathias Ritschard.

Dabei pickten die Vögel sehr viel öfter auf die Taste für lauten Gesang als auf andere. Die Forscher schlossen daraus, dass die Vogelweibchen auf laute Sänger stehen. "Eine Erklärung dafür könnte sein, dass lauter Gesang die Neuronen im Gehirn der Weibchen stärker stimuliert, und dadurch für die Weibchen attraktiver wird", vermutet Ritschard.

Gesang: Klotzen statt Kleckern

Zebrafinken-Weibchen suchen sich wie viele andere Singvogelarten ihre Paarungspartner auch nach dem Gesang aus. Dabei achten sie nach den Angaben der Forscher darauf, wie oft ein Männchen singt, wie groß sein Repertoire ist oder wie lange ein Lied dauert.

Die aktuelle Untersuchung habe erbracht, dass auch die Lautstärke für die Paarung eine Rolle spielt. So könnten laut singende Männchen größer sein oder bessere Gene haben, um sich besser durchzusetzen. Dies müsste aber noch untersucht werden.

science.ORF.at/dpa