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Schlafende Frau

Früher sterben durch zu wenig Schlaf

Menschen, die weniger als sechs Stunden pro Nacht schlafen, haben einer aktuellen Studie zufolge ein um zwölf Prozent höheres Risiko früher zu sterben als jene, die die empfohlenen sechs bis acht Stunden schlafen.

Gesundheit 05.05.2010

Schlaf als Gesundheitsvorsorge

Die Forscher von der University of Warwick und der Universitá degli Studi di Napoli Federico II haben 16 Studien aus England, den Vereinigten Staaten, Europa und Ostasien zusammengefasst, die den Zusammenhang zwischen durchschnittlicher Schlafdauer und Sterblichkeit untersucht haben. Insgesamt ergab das 1,3 Millionen Teilnehmer, die über einen Zeitraum von 25 Jahren begleitet wurden, mit 100.000 dokumentierten Todesfällen.

Laut den Wissenschaftlern ergab sich eine klare Korrelation zwischen kurzer Schlafdauer - weniger als sechs Stunden - und einem erhöhten Risiko früher zu sterben. Auch für extrem langes Schlafen von über neun Stunden kamen sie zu einem ähnlichen Ergebnis, in diesem Fall wird aber vermutet, dass das Pensum auf eine zugrundeliegende schwere Krankheit zurückzuführen ist.

Optimal wäre es demnach sechs bis acht Stunden pro Nacht zu schlafen. "Die Schlafdauer sollte als zusätzlicher Risikofaktor betrachtet werden", so der Leiter der Studie, Francesco Cappuccio. Das öffentliche Gesundheitswesen sollte daher Maßnahmen ergreifen, die diese Art der Gesundheitsvorsorge fördern, wie etwa die Länge und Struktur der Arbeit.

science.ORF.at

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