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Auch Putin gesellt sich zu Klimaskeptikern

Eine deutsche Klimaforscherin hat sich mit dem russischen Regierungschef Wladimir Putin angelegt, weil dieser die Verantwortung des Menschen für den Klimawandel in Frage stellte.

Umwelt 24.08.2010

Putin flog am Montag mit einem Hubschrauber auf die Insel Samoilowski in der Mündung des Lena-Flusses im Osten Russlands, um dort eine deutsch-russische Forschungsstation zu besuchen. Bei einem Tee mit den dort tätigen Wissenschaftlern bezweifelte der Regierungschef die weit verbreitete Annahme, dass der von Menschen verursachte Ausstoß von Treibhausgasen das Klima auf der Erde verändere.

Die in der Station tätige Inken Preuss vom Klimacampus der Universität Hamburg scheute sich nicht, Putin zu widersprechen. Einen Klimawandel wie im Moment habe es bisher nicht gegeben und der Mensch trage einen großen Teil dazu bei, sagte Preuss russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Grund dafür sei unter anderem der hohe Treibstoffverbrauch.

Anders als die Äußerungen Putins wurde die Gegenrede der deutschen Forscherin jedoch nicht im russischen Fernsehen übertragen.

science.ORF.at/AFP

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