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Nonnen singen in der Kirche

Studie soll Männer-Frauen-Paradoxon klären

Männer haben eine deutlich niedrigere Lebenserwartung als Frauen, doch Frauen sind in der Regel unzufriedener mit ihrem Gesundheitszustand und auch tatsächlich häufiger krank. Wissenschaftler wollen nun dieses als "Gesundheits-Geschlechter-Paradoxon" bezeichnete Phänomen hinter Klostermauern klären.

Demographie 31.08.2010

Marc Luy vom Institut für Demografie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien erhält dafür vom Europäischen Forschungsrat (ERC) einen hoch dotierten "Starting Grant", eine Förderung für junge Spitzenforscher.

Gesundes Klosterleben

Luy hat schon in den vergangenen Jahren in bayrischen Klöstern eine Studie zur Mortalität von knapp 12.000 Ordensfrauen und -männern durchgeführt. Ausgangspunkt dabei war die Frage, ob für die deutlich geringere Lebenserwartung der Männer überwiegend biologische, also genetische und hormonelle Unterschiede, oder nicht-biologische Faktoren wie Unterschiede im Lebensstil oder Risiken in Verbindung mit dem Berufsleben, verantwortlich sind.

Da bei Klosterbrüdern und -schwestern aufgrund des sehr ähnlichen Lebensstils nicht-biologische Risikofaktoren nahezu ausgeschlossen werden können, soll der Vergleich der Sterblichkeit von Nonnen und Mönchen die Abschätzung des Einflusses biologischer Faktoren ermöglichen.

Lebenserwartung im Kloster ähnlicher

Die bisher von Luy erhobenen Daten zeigen, dass der Unterschied in der Lebenserwartung zwischen Ordensfrauen und -männern mit ein bis zwei Jahren im jungen Erwachsenenalter deutlich geringer ist als zwischen Frauen und Männern der Allgemeinbevölkerung mit sechs Jahren (Daten aus Deutschland).

Die Lebenserwartung bei der Geburt beträgt in Österreichfür Männer derzeit 77,7 Jahre, für Frauen 83,1 Jahre.

Wären vom Menschen nicht zu beeinflussende Faktoren, wie genetische Ursachen, für die geschlechtsspezifischen Sterblichkeitsunterschiede verantwortlich, dann sollten sie auf alle Bevölkerungsgruppen den gleichen Einfluss ausüben und dürften sich nicht so deutlich zwischen Kloster- und Allgemeinbevölkerung unterscheiden. Aus seinen bisherigen Studien schließt Luy daher, dass biologische Faktoren für die unterschiedliche Lebenserwartung der Geschlechter eine eher untergeordnete Rolle spielen.

Unterschiedliche Erkrankungen

Nun will der Wissenschaftler mit seinem Forschungsteam das "Gesundheits-Geschlechter-Paradoxon" klären. Sie vermuten, dass dieses Phänomen vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen ist: "Einerseits nehmen wir an, dass sich die Geschlechter in Art und Schwere von Erkrankungen unterscheiden", erklärte Luy im Gespräch mit der APA. So würden Männer häufiger als Frauen unter Krankheiten leiden, die unmittelbar zum Tod führen, während die typischen Frauenerkrankungen vor allem Gesundheitsbeeinträchtigungen zur Folge hätten, aber nicht unmittelbar lebensbedrohend seien.

"Da nicht nur die Sterblichkeits- sondern auch die Gesundheitsunterschiede zwischen den Geschlechtern von einem komplexen Gemisch aus biologischen und nicht-biologischen Faktoren hervorgerufen werden, kann eine Klosterstudie auch hier wichtige Aufschlüsse liefern", so Luy.

Kränker weil älter

Andererseits, so die Annahme der Wissenschaftler, wird dieses Phänomen durch einen statistischen Effekt unterstützt. "Wer länger lebt, verbringt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine längere Lebenszeit in schlechter oder beeinträchtigter Gesundheit", betonte Luys Kollege Christian Wegner.

Demnach sei die höhere Krankheitsrate (Morbidität) der Frauen nicht darauf zurückzuführen, dass sie eine schlechtere Gesundheit als Männer hätten, sondern sie würden sich in Erhebungen als im Durchschnitt häufiger krank erweisen, weil sie das Geschlecht mit der höheren Lebenserwartung seien. "Da es vor allem die Männer sind, die bezüglich der Lebenserwartung vom Klosterleben profitieren, wird der geschlechtsspezifische Vergleich der Gesundheit von Kloster- und Allgemeinbevölkerung viele interessante Ergebnisse liefern", so Luy.

Die Demografen wollen für dieses Forschungsprojekt nicht nur Daten aus bayrischen, sondern auch aus österreichischen Klöstern heranziehen. Geplant ist eine fünfjährige Langzeitstudie mit insgesamt 1.500 Ordensfrauen und -männern. Sie erwarten sich davon nicht nur ein besseres Verständnis über das komplexe Verhältnis zwischen Gesundheit und Sterblichkeit bei Frauen und Männern. Sie erhoffen sich vor allem auch für Medizin und Politik relevante Hinweise darüber, wie der Allgemeinbevölkerung nicht nur ein längeres, sondern auch gesünderes Leben ermöglicht werden kann.

science.ORF.at/APA

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Forum

 
  • Neugierde

    schüler, vor 2153 Tagen, 14 Stunden, 17 Minuten

    Ungeklärt 2010 ist nach wie vor,
    KEINE KINDER ZU BEKOMMEN(byNonne)
    ICH WÜNSCHE DER NEUEN NONNEN UND MÖNCHE GENERATION
    verwandlungen im Sinne Gottesverkörperung.
    Es sieht so aus:
    Der Mann und die Frau die 15 Jahre für Gott
    und Mensch gearbeitet haben haben sich diese
    HIMMLISCHE LIEBE erarbeitet und können besser auf MENSCH zugehen als die die draussen Üben (das leben)
    Ein Mensch ist ein Mensch und seine Liebe wird nur dann WEITER GEGEBEN WEN ER KINDER IN DIE WELT SETZT:
    Das gilt für die Nonne im speziellen,den sie ist es die die AUFGABE GOTTES MUTTER
    weiter geben kann sie ist es die die GÜTE die Geduld erlernt hat für mich gibt es gar keine besser MUTTER: MUTTER GOTTES:
    (wie soll den sonst die menschheit ihren glauben überzeugter VORGELEBT bekommen ???
    Ich denke das auch der VATIKAN (grösste Firma)in Europa so mitgehen muss,wen unsere neue Generation den Glauben auch unter den GE fallen bringt und nicht VERSTECKEN. Es ist niemals stärke wen man nur in seinen kreis bleibt anstatt sich in vielen kreisen nachher zu ERLEBEN!
    Wen wirklch eine NONNE und eine MÖNCH nach 15-20 Jahre schweigegelübte und echter hingabe zu Gott SICH ZUEINANDER WENDEN UND IN WIRKLICHER EINHEIT GOTTES WEGE...

  • Neugierde

    schüler, vor 2153 Tagen, 14 Stunden, 24 Minuten

    Ungeklärt 2010 ist nach wie vor,
    KEINE KINDER ZU BEKOMMEN(byNonne)
    ICH WÜNSCHE DER NEUEN NONNEN UND MÖNCHE GENERATION
    verwandlungen im Sinne Gottesverkörperung.
    Es sieht so aus:
    Der Mann und die Frau die 15 jahre für Gott
    und Mensch gearbeitet haben haben sich diese
    HIMMLISCHE LIEBE erarbeitet und können besser auf MENSCH zugehen als die die draussen Üben (das leben)
    Ein Mensch ist ein Mensch und seine Liebe wird nur dann WEITER GEGEBEN WEN ER KINDER IN DIE WELT SETZT:
    Das gilt für die Nonne im speziellen,den sie ist es die die AUFGABE GOTTES MUTTER
    weiter geben kann sie ist es die die GÜTE die Geduld erlernt hat für mich gibt es gar keine besser MUTTER.Im sinne MUTTER GOTTES.
    Ich denke das auch der VATIKAN (grösste Firma)in Europa so mitgehen muss,wen unsere neue Generation den Glauben auch unter den GE fallen bringt und nicht VERSTECKEN tut ja sie ahndeln gegen den sinn gottes,dann.
    Wen wirklch eine NONNE und eine MÖNCH nach 15-20 Jahre schweigegelübte und echter hingabe zu Gott SICH ZUEINDER WENDEN UND IN WIRKLICHER EINHEIT GOTTES WEGE ERFÜLLEN
    ist das GROSSARTIG den dann hat die WELT wirklich wieder FRIEDE und LINEARE VORBILDER:
    Nein ich finde es grotesk wen man sich...

  • Alkoholiker leben halt kürzer

    protos, vor 2153 Tagen, 18 Stunden, 2 Minuten

    aber zufriedener.

  • lollibast, vor 2153 Tagen, 18 Stunden, 14 Minuten

    2 statt 6 jahren unterschied ist für mich kein "eher untergeordneter" faktor

  • Eine typische Krankheit junger Männer

    seeigel, vor 2153 Tagen, 18 Stunden, 50 Minuten

    die sich sehr auf die Lebenserwartung auswirkt ist die Autoraserei.

    • gululi, vor 2153 Tagen, 15 Stunden, 26 Minuten

      die anzahl der toten männer auf grund von raserei ist wohl nicht signifikant im vergleich zur anzahl der männer insgesamt und somit nicht von belang.

  • Warum leben Frauen länger als Männer?!

    nufan, vor 2153 Tagen, 19 Stunden, 57 Minuten

    Weil ihnen die Zeit, die sie fürs Einparken benötigen, angerechnet wird... :D :P

    • patriotoesterreichs, vor 2153 Tagen, 19 Stunden, 12 Minuten

      Der war gut :-)

      (Wenn auch kontraproduktiv, denn: Warum parken Frauen länger ein? Weil man ihnen das nachsagt.)