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Halbierte Orange in Nahaufnahme.

Ausgeschlafene essen gesünder

Jugendliche tendieren bei Schlafmangel zu ungesunder Ernährung, wie eine Studie zeigt. Finden sie pro Nacht weniger als acht Stunden Bettruhe, so greifen sie verstärkt zu fettigen Lebensmitteln und Süßigkeiten.

Ernährung 03.09.2010

Dieser Effekt ist bei Mädchen stärker ausgeprägt als bei Burschen. Das Resultat könnte Ergebnisse früherer Untersuchungen erklären, wonach Menschen bei wenig Schlaf verstärkt zu Übergewicht neigen.

Die Schlafmediziner der Case Western Reserve University untersuchten 240 Jugendliche im Alter von 16 bis 19 Jahren. 18 Prozent der Teilnehmer waren übergewichtig, im Mittel schliefen die Heranwachsenden pro Nacht 7,5 Stunden. Nur jeder dritte fand das empfohlene Ruhepensum von acht Stunden.

Jene Jugendlichen, die weniger als acht Stunden schliefen, konsumierten im Vergleich zu den übrigen Teilnehmern täglich im Mittel 2,2 Prozent mehr Kalorien aus Fett und drei Prozent weniger Kalorien aus Kohlenhydraten. Dieser Unterschied möge zunächst gering erscheinen, summiere sich aber im Lauf der Zeit und trage so zu Fettleibigkeit bei, betonten die Forscher im Fachblatt "Sleep".

science.ORF.at/APA/apn

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