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Glühbirnen machen kreativer als Neonlicht

Dem "Auslaufmodell" Glühbirne weinen schon jetzt viele nach, weil ihr Licht wärmer empfinden als jenes der neuen Energiesparlampen. Dass Menschen unter ihrem Einfluss auch buchstäblich eher "ein Licht aufgeht", haben nun Psychologen gezeigt.

Psychologie 07.10.2010

Die Studie:

"Shedding light on insight: Priming bright ideas" ist im "Journal of Experimental Social Psychology" erschienen.

Wie das deutsche Magazin "Psychologie heute" mit Verweis auf Forscher der Tufts Universität in Boston berichtet, waren Versuchspersonen bei der Suche nach einer Problemlösung häufiger erfolgreich, wenn sie unter einer nackten Glühbirne ohne Lampenschirm arbeiteten. Denker unter der Neonröhre tappten hingegen im Dunkeln.

Ein Licht geht auf

Nebst anderem wurden Versuchspersonen der Studie gebeten, vier zu einem Quadrat angeordnete Punkte mit nur drei Linien zu verbinden, ohne den Stift zu heben. Nach einer Minute wurde das Deckenlicht aufgedreht.

Wurde der Raum mit einer 25-Watt-Birne erleuchtet, kamen 44 Prozent auf die richtige Lösung. Ging die Neonröhre an, gelang dies nur halb so vielen.

Allerdings hilft die gute alte Glühbirne nur, wenn es um Kreativität geht und ein origineller Einfall gefragt ist, hieß es. Das Lösen von Mathematikaufgaben wurde so nicht gefördert.

science.ORF.at/dpa

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