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Das Roboat der Forscher segelt dahin

Ein Roboter-Segelboot für die Walforschung

Ein österreichisches Roboter-Segelboot verhalf US-Meeresbiologen zu Daten über die Verhaltensweisen von Walen. Mithilfe eines Unterwassermikrofons wurden die Laute der Meeressäuger aufgezeichnet, womit Wanderrouten, Paarungsplätze und Kommunikationsverhalten der Tiere analysiert werden können.

Technologie 02.08.2011

Damit ist laut dem Entwickler des "ASV Roboat", der österreichischen Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften (INNOC), erstmals ein österreichisches Roboter-Segelboot in der internationalen Walforschung eingesetzt worden. Die Technologie erweise sich gegenüber anderen Forschungsmethoden innerhalb der Walforschung als großer Vorteil.

Tiere werden nicht verschreckt

"Da das Boot energieautark mit Solarenergie betrieben wird, kann es für längere Forschungsmissionen eingesetzt werden", sagte Roland Stelzer, Leiter des Roboat-Teams, in einer Mitteilung. Durch die lautlose Fortbewegung des Roboter-Segelbootes würden die Meerestiere nicht verschreckt und könnten über längere Zeiträume ungestört beobachtet werden.

Die erste Forschungsmission der "ASV Roboat" im Rahmen einer zweiwöchigen Forschungsmission in der Eckernförder Bucht der Ostsee lieferte Meeresbiologen der Oregon State University eine erste Datensammlung über die spezifischen Verhaltensweisen der Wale.

Derzeit wird an der Optimierung des Stromverbrauchs und der Hinderniserkennung des vier Meter langen Roboter-Segelbootes gearbeitet, um es in nächster Zeit auch für mehrwöchige Langzeitmissionen zu rüsten. Die INNOC startete 2006 mit der Entwicklung des Bootes.

Auch für andere Forschungszwecke einsetzbar

Das Walforschungsprojekt, bei dem auch Schüler der Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) Spengergasse in Wien mitarbeiten, wird durch das Forschungsprogramm "Sparkling Science" des Wissenschaftsministeriums gefördert.

In Zukunft soll die "ASV Roboat" auch für andere konkrete Forschungszwecke genützt werden. Neben dem Einsatz zur CO2-neutralen Frachtbeförderung und Überwachung von gefährlichen Regionen sind durch die Sammlung ozeanographischer Daten auch Warnungen vor Tsunamis möglich, hieß es.

Im weltweiten Vergleich ist das österreichische Roboter-Segelboot laut INNOC derzeit federführend. Das Roboter-Segelboot wird auch bei der diesjährigen Weltmeisterschaft im Roboter-Segeln von 16. bis 20. August in Lübeck (Deutschland) antreten. In den vergangenen Jahren konnte die "ASV Roboat" ihren Weltmeistertitel erfolgreich gegenüber der internationalen Konkurrenz verteidigen.

science.ORF.at/APA

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