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Zwei Gehirne im Scan gegenüber

Serotonin bremst Aggressionen

Serotonin ist nicht nur ein "Glückshormon", es wirkt offenbar auch aggressionshemmend. Künstlicher Serotoninmangel führte bei Probanden zu emotionalem Kontrollverlust, wie Hirnforscher berichten.

Gehirn 27.09.2011

Wissenschaftler der University of Cambridge haben im Rahmen einer Studie Probanden auf serotoninarme Diät gesetzt und sie via Hirnscan mit einer Kontrollgruppe verglichen. Die Testpersonen wurden angewiesen, ärgerliche, ängstliche oder neutrale Porträts als männlich oder weiblich einzustufen, tatsächlich untersuchten die Forscher jedoch etwas Anderes: nämlich die Reaktion auf den ärgerlichen Ausdruck in den Gesichtern.

Wie das Team um Luca Passamonti im Fachblatt "Biological Psychiatry" schreibt, war bei der Diätgruppe die Kommunikation zwischen der Amygdala und dem präfrontalen Cortex herabgesetzt. Erstere ist an der Produktion von Emotionen beteiligt, letzterer an deren Kontrolle. Der Effekt war bei jenen am stärksten ausgeprägt, die laut vorherigen Befragungen gewalttätige Neigungen aufwiesen. Luca Passamontis Resümee: "Es war, als sei die Stimme der Vernunft verstummt".

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