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Arbeitskollegen stehen um einen Wasserspender, plaudern und lachen

Anerkennung senkt Burn-out-Risiko

Eine Untersuchung deutscher Forscher zeigt: Anerkennung am Arbeitsplatz senkt das Risiko für einen Burn-out. Zu einer leistungsgerechten Belohnung gehöre mehr als nur angemessene Bezahlung, resümieren die Autoren.

Arbeitsplatz 28.03.2012

Einer der Studienautoren, der Frankfurter Sozialpsychologe Rolf Haubl, sagt: "Wichtig ist vor allem die soziale Anerkennung, die Menschen für ihren Arbeitseinsatz erhalten."

Haubl und seine Kollegen befragten 900 Supervisoren, die seit Jahren in sozialen Einrichtungen wie Krankenhäusern und Schulen beraten. Dazu kamen 30 Intensivinterviews. Eine der Fragen: Wie lassen sich Arbeitsbedingungen gestalten, dass das Risiko eines Burn-outs sinkt? Fazit der Studie: "Arbeitgeber sollten in die Organisationskultur investieren." Als Schutz vor Überforderung empfehlen die Forscher den Chefs, die Fähigkeiten der Mitarbeiter "nachhaltig zu entwickeln" und den Kollegen, sich "halbwegs solidarisch" zu verhalten.

Die Untersuchung bestätige nicht die häufig geäußerte Meinung, dass Mitarbeiter ihrer Arbeit gegenüber gleichgültiger werden, wenn sie sich überfordert fühlen. "Die Befragten trafen in den Organisationen in der überwiegenden Mehrzahl auf Beschäftigte, die darunter leiden, wenn sie aufgrund eines herrschenden ökonomischen Effizienzdrucks gezwungen sind, Qualitätsstandards zu verletzen", erläutert der ebenfalls an der Studie beteiligte Industriesoziologe Günter G. Voss aus Chemnitz.

science.ORF.at/dpa

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