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Eine Forscherin und ein Forscher im Labor

Neun "Starting Grants" nach Österreich

Neun junge, in Österreich tätige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen erhalten einen "ERC Starting Grant". Der Förderpreis des Europäischen Forschungsrats ist für hervorragende Nachwuchsforscher gedacht und mit bis zu zwei Millionen Euro für bis zu fünf Jahre dotiert.

Forschungsförderung 10.09.2012

Ein Platz im Mittelfeld

Mehr als 4.700 Anträge für "Starting Grants" wurden registriert, um 16 Prozent mehr als in der Antragsrunde im vergangenen Jahr. Insgesamt 536 Forscher aus ganz Europa bekommen nun diesen Förderpreis, in Summe werden knapp 800 Millionen Euro ausgeschüttet.

Mit neun "Starting Grant"-Preisträgern liegt Österreich im Mittelfeld. An der Spitze befindet sich Großbritannien mit 131 Preisträgern, vor Deutschland (78) und Frankreich (73). Deutlich vor Österreich liegen vergleichbare Länder wie die Schweiz (33), Belgien (18) oder Dänemark (13).

Die Geförderten

Folgende in Österreich tätige Forscher wurden ausgezeichnet:

Kaan Boztug vom Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CEMM) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) für seine Forschungsarbeiten über das Immunsystem;

Julia Budka von der Kommission für Ägypten und Levante der ÖAW für ein Projekt über die Siedlungsstruktur in Ägypten;

Wulf Eckhard Haubensak vom Institut für Molekulare Pathologie (IMP) für die Erforschung der Netzwerkmechanik der Emotionen im Gehirn;

Karsten Held von der Technischen Universität (TU) Wien für sein Projekt zur mathematischen Beschreibung vieler quantenmechanisch zusammenhängender Teilchen;

Christoph Lampert vom Institute of Science and Technology Austria ("Elite-Uni") für sein Projekt im Bereich Computersehen und Maschinelles Lernen;

Anthony Patt vom Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien für seine Arbeit über die sozialen Herausforderungen trans-mediterraner Zusammenarbeit im Bereich Erneuerbare Energien;

Friederike Range von der Veterinärmedizinischen Universität Wien und dem Wolf Science Center in Ernstbrunn (NÖ) für ihr Projekt über das Kooperationsverhalten von Hunden und Wölfen;

Erik Reimhult von der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien für sein Projekt über die Interaktion von Lipid-Membranen mit magnetischen Nanopartikel; und schließlich

Franz Schuster von der TU Wien für sein Vorhaben, die Theorie geometrischer Ungleichungen mit anderen Bereichen der Mathematik zu verknüpfen.

science.ORF.at/APA

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