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Schlafende Frau

Bauchschläfer träumen eher von Sex

Wenn wir schlafen und um uns herum Lärm herrscht, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wir wachen auf oder wir integrieren die Geräusche in unsere Träume. Doch nicht nur Außenreize werden in der Nacht ständig verarbeitet, sondern auch jene des eigenen Körpers: Schon die Schlafposition beeinflusst laut einer neuen Studie, was wir träumen.

Psychologie 19.09.2012

Der Psychologe Kai-Ching Yu von der Shue Yan Universität in Hong Kong hat dazu 670 Personen - rund zwei Drittel davon Frauen - über ihre nächtlichen Aktivitäten befragt. Hauptergebnis: Wer auf dem Bauch schläft, neigt eher zu Träumen mit sexuellem Inhalt.

Die Studie:

"The Effect of Sleep Position on Dream Experiences" von Calvin Kai-Ching ist in der Fachzeitschrift "Dreaming" erschienen.

Zwar bekannten sich nur fünf Prozent der Probanden, die über eine Lieblings-Schlafposition berichteten, zur Bauchlage. Diese war aber neben Erotik auch noch überdurchschnittlich häufig mit anderen Trauminhalten verknüpft: u.a. nackt sein, schwimmen, dem Gefühl zu ersticken und eingeschlossen zu sein.

Yu macht die spezielle Körperhaltung der Bauchschläfer direkt für diese Träume verantwortlich. Der Druck auf den Körper, auf die Lunge und nicht zuletzt auf die Geschlechtsorgane würde im Traum symbolisch verarbeitet. Im Gegensatz dazu zeigten Studienteilnehmer, die in der Nacht die Seiten- oder Rückenlage bevorzugen, kaum Unterschiede in ihren Trauminhalten. Ausnahme: Wer auf der rechten Seite liegt, bekommt offenbar seltener Alpträume, als auf der linken Seite.

Lukas Wieselberg, science.ORF.at

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