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Logo des Vienna Sommer of Logic 2014

"Sommer der Logik" beginnt

Am Mittwoch beginnt der "Vienna Summer of Logic" (VSL). Dabei gehen nicht nur zwölf Konferenzen zu den Bereichen Computerwissenschaften, Mathematische Logik und Künstliche Intelligenz über die Bühne. Ab 14. Juli soll mit einem umfangreichen Vermittlungsprogramm vor allem außerhalb der Forschergemeinde Neugier geweckt werden.

Event 07.07.2014

Über zwei Wochen lang werden sich mehr als 2.500 Forscher aus aller Welt an der Technischen Universität (TU) Wien und dem Institute of Science and Technology (IST) Austria mit Fragen aus verschiedenen Teilbereichen der Logik auseinandersetzen.

Damit es bei der laut den Veranstaltern von der Kurt Gödel Gesellschaft größten Veranstaltung in der Geschichte des Forschungsfeldes nicht beim Austausch innerhalb der Forschungsgemeinde bleibt, beginnt einige Tage nach dem Konferenz-Start ein populärwissenschaftliches Vermittlungsprogramm. Dieses sei laut Gesellschaft "in seiner Dichte und Menge ein Novum für einen wissenschaftlichen Kongress dieser Art ist".

Zahlreiche öffentliche Veranstaltungen

Am Abend des 14. Juli erfolgt die Eröffnung der Ausstellung zum Leben und Werk des herausragenden österreichischen Logikers und Mathematikers Kurt Gödel an der Wiener Akademie der Bildenden Künste. Die Schau mit dem Titel "Kurt Gödel und die Ursprünge der Logik in Wien" ist von 15. bis 24. Juli von 10 bis 18 Uhr jeweils bei freiem Eintritt geöffnet.

Ebenfalls am Abend des 14. Juli beginnt im "Heuer am Karlsplatz" in der Kunsthalle Wien die Gesprächsreihe "LogicLounge", in deren Rahmen jeweils zwischen 17 und 18 Uhr renommierte Wissenschaftler im Zwiegespräch Aspekte ihrer Forschungsarbeit in allgemein verständlicher Weise erläutern werden. So trägt etwa das Auftaktgespräch zwischen Veith und dem griechischen Computerwissenschafter, Comic-Autor und Professor Christos Papadimitriou von der University of Berkeley den Titel "Logic goes Pop".

Tags darauf spricht der an der Universität Oxford tätige Wiener Informatiker Georg Gottlob über "Gödel, Escher, Bach und Falco: Die Wiederentdeckung der Logik im Wien der 1980er" mit dem Chef des Klubs der Wissenschaftsjournalisten und Co-Kurator des Programms, Oliver Lehmann. Es folgen vier weitere Gespräche, bevor am 23. Juli ein Dialog mit Agata Ciabattoni von der TU Wien unter dem Titel "Weibliche Logiken" den Abschluss macht.

Im Kuppelsaal der TU gehen zudem zwei öffentliche Vorlesungen über die Bühne. Am 15. Juli um 19 Uhr spricht der Mathematiker Karl Sigmund von der Universität Wien über "Gödel in Wien". Um "Wiener Kreis(e) - Zwischen Philosophie und Wissenschaft im kulturellen Kontext" wird es dann am 21. Juli im Vortrag des Wissenschaftshistorikers Friedrich Stadler gehen.

"Neugier wecken"

"Was wir damit wollen, ist die Neugier und das Interesse vor allem bei jungen Leuten zu wecken. Denn so wie alle anderen Wissenschaften leben wir natürlich vom Enthusiasmus und der Intelligenz unserer Studentinnen und Studenten", erklärte Programm-Kurator Helmut Veith, der am Institut für Informationssysteme der TU Wien lehrt und forscht.

Speziell die Informatik werde oft "verkürzt wahrgenommen" und nur mit "Web-Browsern, Apps und Reichwerden" in Verbindung gebracht. Wie in der Mathematik, Physik oder Biologie gebe es in der Informatik viele zu entdecken. "Die Informatik und die Biologie sind wahrscheinlich die zwei Schlüsseldisziplinen des 21. Jahrhunderts", zeigt Veith sich überzeugt.

science.ORF.at/APA

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