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Frauen, die in die Kamera schauen

Frauen studieren erfolgreicher

Frauen studieren nicht nur häufiger an Universitäten, sie sind auch erfolgreicher als Männer. Das zeigt ein Blick auf die Studienabschlussquote in den Uniwissensbilanzen. Diese lag bei Frauen im Studienjahr 2012/13 bei 50,5 Prozent, bei Männern dagegen bei 43,7 Prozent.

Hochschulen 11.08.2014

Die Studienabschlussquote stellt den Anteil der erfolgreich abgeschlossenen Studien an allen beendeten Studien des jeweiligen Studienjahrs dar. Abbrüche in den ersten beiden Semestern werden dabei nicht einbezogen. Diese Kenngröße hat die sogenannte Erfolgsquote der Studierenden abgelöst und bezieht sich nicht auf die jeweiligen Studierenden, sondern auf deren Studien.

Grafik zur Studienabschlussquote von Frauen und Männern

Grafik: APA, Quelle: APA/BMWFW

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Ausnahme: Uni Linz

An den drei größten Unis Österreichs liegt die Erfolgsquote der Studentinnen um jeweils rund zehn Prozentpunkte über jener der Studenten (Uni Wien: 51,5 gegenüber 41,2 Prozent; Uni Graz: 43 gegenüber 34,5 Prozent; Uni Innsbruck: 54,9 gegenüber 47,3 Prozent).

Auch an den meisten anderen Unis sind Geschlechterunterschiede zwischen fünf und zehn Prozentpunkten an der Tagesordnung. Den höchsten Gender Gap gibt es an der Musikuni Wien, wo die Frauenabschlussquote bei 70,4 Prozent und jene der Männer nur bei 49,5 Prozent liegt.

Es gibt allerdings auch Ausnahmen: An der Wirtschaftsuniversität (WU), der Technischen Universität (TU) Wien, der Medizinuni Innsbruck und der Montanuni Leoben sind die Erfolgsquoten der Geschlechter gleich hoch, an der Uni Linz sind Männer etwas erfolgreicher.

Meduni Wien hat höchste Quote

Nach Unis betrachtet verzeichnen erwartungsgemäß jene Hochschulen die höchsten Abschlussquoten, an denen Zugangsbeschränkungen bestehen: Die Medizinuni Wien kommt (Männer und Frauen zusammen) auf 81 Prozent, das Mozarteum auf 72 Prozent, die Veterinärmedizinische Universität auf 71,5 Prozent und die beiden Medizinunis in Graz und Innsbruck auf je 68 Prozent.

Die Unis Wien, Innsbruck, Salzburg und Klagenfurt sowie die TU Graz liegen um die 50-Prozent-Marke. Die niedrigsten Abschlussquoten verzeichnen die Uni Linz (36 Prozent), die Uni Graz (40 Prozent), die Montanuni Leoben und die TU Wien (je 41 Prozent) und die WU (45 Prozent).

science.ORF.at/APA

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