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Weiße Labormaus

Sport macht das Gehirn flexibel

Regelmäßiger Sport hält das Gehirn jung, weil die Anpassungsfähigkeit erhalten bleibt. Das haben deutsche Forscherinnen in einer Studie an Mäusen herausgefunden. Laut ihrer Untersuchung spricht viel dafür, dass sich das Ergebnis auf Menschen übertragen lässt.

Neurologie 13.01.2015

Für die Untersuchung wurden Mäuse, die ein Laufrad im Käfig hatten, mit solchen in Standardkäfigen verglichen.

Plastizität bleibt nicht nur erhalten …

Die Studie:

"Voluntary Physical Exercise Promotes Ocular Dominance Plasticity in Adult Mouse Primary Visual Cortex wurde im "Journal of Neuroscience" veröffentlicht.

Ö1 Sendungshinweis:

Über die Studie berichtete auch "Wissen Aktuell am 13. Jänner 2015 um 13.55 Uhr.

Bei den Nagern ohne Laufrad nahm eine bestimmte Form der Anpassungsfähigkeit neuronaler Schaltkreise in der Sehrinde des Gehirns (Plastizität) bald ab und war im Alter von 110 Tagen überhaupt nicht mehr nachweisbar.

Bei Mäusen mit Laufrad war diese Plastizität dagegen bis zum Alter von mindestens 242 Tagen vorhanden, schilderte die Neurobiologin Siegrid Löwel von der Universität Göttingen.

… sie wird auch wiederhergestellt

"Außerdem konnte diese Art jugendlicher Anpassungsfähigkeit sogar bei erwachsenen Mäusen in einem Alter wiederhergestellt werden, in dem die Sehrindenplastizität üblicherweise nicht mehr vorhanden ist", erklärte die Mitautorin Franziska Greifzu.

Schon wenige Tage freiwilliges Training im Laufrad hätten dazu genügt. Dies zeige, dass es niemals zu spät sei, um von sportlicher Betätigung zu profitieren.

Aus Praxis bekannt

Dass Sport Vorteile für die psychische Gesundheit biete, die Stimmung hebe, Depressionen entgegenwirke oder den Rückgang kognitiver Fähigkeiten verlangsame, sei aus der Praxis seit längerem bekannt, so Löwel. "Jetzt kommen nach und nach die Ergebnisse aus der Hirnforschung dazu, die dies bestätigen", sagte die Hochschulprofessorin.

Auch beim Menschen gibt es ähnliche neurobiologische Untersuchungen. So hat eine frühere US-Studie gezeigt, dass Ausdauersport eine für das Gedächtnis wichtige Hirnregion, den Hippocampus, vergrößern kann. Forscher um Krik Erickson von der University of Pittsburgh hatten 120 Erwachsene zwischen 55 und 80 Jahren untersucht.

science.ORF.at/APA/dpa

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