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Waren im Supermarkt

"Konsum kann niemals nachhaltig sein"

Biofleisch, Ökowaschmittel und Fairtrade-Sandalen: Produkte wie diese sollen den Eindruck erwecken, dass jeder und jede Einzelne etwas zur "Rettung der Welt" beitragen kann. Die Erziehungswissenschaftlerin Marianne Gronemeyer glaubt nicht daran. "Konsum kann niemals nachhaltig sein", sagt sie im science.ORF.at-Interview.

Wirtschaft 23.04.2015

Eine Lösung sieht sie in persönlichem Verzicht - und etwas "anderem als dem Kapitalismus".

science.ORF.at: Sie haben einmal gesagt, unsere Epoche ist dadurch charakterisiert, dass sie unablässig mit der Optimierung des Falschen beschäftigt ist. Was ist das Falsche, das wir ständig zu optimieren versuchen?

Marianne Gronemeyer: Wir leben in einer Wachstumsgesellschaft, die unablässig damit beschäftigt ist, Müll zu produzieren. Ich behaupte sogar, diese Gesellschaft ist außer Stande, irgendetwas anderes außer Müll zu produzieren. Wachstum kann ja nur erreicht werden, wenn wir einen enorm schnellen Wechsel an Produkten haben, wenn jeweils das Neueste als das Beste gilt – vor allem in einer Gesellschaft, in der bereits von allem mehr als reichlich vorhanden ist, gibt es keine andere Möglichkeit, Wachstum zu garantieren, als durch die Produktion von Müll. Diese Umlaufgeschwindigkeit von Produkten kann mit Nachhaltigkeit natürlich nicht überein gehen. In Wirklichkeit ist es paradox, Wachstum UND Nachhaltigkeit zu fordern, was aber nach wie vor alle tun.

Marianne Gronemeyer ist ehemalige Professorin für Erziehungs- und Sozialwissenschaften an der FH Wiesbaden, seit 2006 ist sie als wissenschaftliche Publizistin tätig. 2011 erhielt sie den Salzburger Landespreis für Zukunftsforschung.

Veranstaltungshinweis:

Marianne Gronemeyer hält am Donnerstag, den 23.4.2015 um 18:00 Uhr, im Rahmen der Verantsaltungsreihe "Mut zur Nachhaltigkeit" in Wien einen Vortrag zum Thema "Verzicht ist möglich. - Wirklich?".

Ö1 Sendungshinweis:

Dem Thema widmet sich auch ein Beitrag in Wissen aktuell: 23.4., 13:55 Uhr.

Der Fortschritt der Gesellschaft basiert also auf Irrtümern?

Ja, das tut er. Wir befinden uns in einer Situation, die von der Katastrophe nicht weit entfernt ist. Jeder weiß, dass die Krise längst im Gange ist. Wir brauchen nur an den Klimawandel zu denken, die Vermüllung der Meere, das Aussterben von Fischbeständen – ich kann das gar nicht alles aufzählen. Die Katastrophenmeldungen stehen uns täglich ins Haus, und wir können doch nicht so tun, als ob wir mit dem Weg, auf den wir uns begeben haben, noch auf dem Weg des Fortschritts sind - wir befinden uns in einem unvorstellbaren Niedergang.

Wir haben unsere Lebensgüter ruiniert, indem wir sie zu Ressourcen gemacht haben. Alles, was die Welt zu bieten hat, wird nur unter dem Gesichtspunkt betrachtet, ob es als Ressource für menschliche Bedürfnisse taugt. Dann werden menschliche Bedürfnisse hergestellt, um sie dann mit Befriedungsmitteln aller Art für einen Augenblick wieder ruhigzustellen. Die Betonung liegt hier auf dem Augenblick – an die Sättigung von Bedürfnissen darf nicht gedacht werden, ansonsten könnte die Gesellschaft nicht wachsen.

Wie werden Bedürfnisse hergestellt?

Man macht ein Angebot, das die Menschen nicht ablehnen können, und lockt Begehrlichkeiten mit Angeboten hervor. Normalerweise wird zwar immer behauptet, dass sich die Angebote nach den Bedürfnissen der Menschen richten, doch es ist genau umgekehrt. Hinzu kommt, dass die Menschen bedürftig werden, weil sie sich nicht mehr selber versorgen können. Rund 200 Jahre lang haben wir einen veritablen Krieg gegen die Subsistenz geführt – also gegen die Fähigkeit von Menschen, sich miteinander aus eigenen Kräften zu erhalten. Die ganze Fortschrittsidee im Zuge der Industrialisierung und des Kapitalismus beruhte darauf, eigenes Tun, das uns als lästig erschienen ist, durch Waren ersetzen zu wollen.

Wenn wir überhaupt irgendetwas von dieser Idee der Nachhaltigkeit realisieren wollen, müssten wir diese Vorstellung, eigenes Tun durch Waren zu ersetzen, umkehren. Wir müssten also versuchen, wieder Waren in unserem Leben überflüssig zu machen und eigenständiges Tun an die Stelle von Waren zu setzen. Nur so hätten wir eine Chance, wieder ein menschliches Maß in unseren uferlosen Begehrlichkeiten zu etablieren.

Die Konsequenzen unseres Konsums sind nicht neu. Wir wissen vom Raubbau an Ressourcen, von der Vermüllung der Meere etc. Warum können wir das Wissen darüber aber nicht nutzen und ein "menschliches Maß" finden?

Es gibt natürlich viele gute Gründe: Einerseits sprechen die Dinge, mit denen wir gelockt werden, sehr existenzielle Aspekte unseres Lebens an. Es wird uns zum Beispiel versprochen, je mehr wir produzieren und je mehr wir unser eigenes Tun durch Waren, Maschinerien, Dienstleistungen etc. ersetzen, desto mehr Freiheit einerseits und Zeit andererseits würden wir haben. Das nächste große Versprechen ist, dass viele dieser Waren und Dienstleistungen uns Sicherheit garantieren, und schließlich wird uns damit auch Anerkennung in der menschlichen Gemeinschaft versprochen. Heute geht es ja weniger um die Frage, was jemand leistet, als was sich jemand leisten kann.

Das andere Problem ist, dass wir durch das Bestreben, uns jede Sorge um uns selbst abzunehmen, wirklich hilflos geworden sind. Es ist der Charme der Industriegesellschaft, der die Menschen verlockt hat, zu glauben, dass damit das Paradies auf Erden anfängt. Wenn man mit allem versorgt wird, muss man sich um nichts mehr kümmern und kann von morgens bis abends ein fröhlicher Konsument sein. Dass wir dabei gleichzeitig, in eine totale Hilflosigkeit hineingeraten sind, wird oftmals nicht gesehen.

Nachhaltigkeit wird ja auch immer wieder stark mit Konsum verankert - man soll das richtige oder weniger kaufen, kein Fleisch essen etc. Kann man überhaupt nachhaltig konsumieren?

Konsum kann niemals nachhaltig sein – das ist unmöglich. Ohne, dass wir ein Stückchen Subsistenz wiedergewinnen, können wir uns nicht mit Nachhaltigkeit schmücken. Es ist ein erheblicher Verzicht notwendig. Das alles, was heute unter Nachhaltigkeit gehandelt wird, ist so widerwärtig und so unverschämt. Es ist ebenso wenig nachhaltig, Produkte um teures Geld zu kaufen, die durch ein bisschen ökologischen Schnickschnack aufgemotzt sind. Nachhaltigkeit taugt nicht mehr als Wort, mit dem wir noch irgendein substanzielles Nachdenken darüber in Gang setzen, was zu tun wäre.

Wie soll man aber Menschen dazu bringen "zu verzichten"?

Niemand kann die Menschen zum Verzicht zwingen. Es kann nur einen Weg geben, zu Verzicht zu kommen und das ist, eine absolute Empörung über gewisse Sachzwänge zu entwickeln. Ich bin zum Beispiel absolut empört, dass es mir unmöglich ist, aus eigenen Kräften meine Existenz zu sichern. Also die tägliche Entfähigung dadurch, dass ich nur noch Versorgungsempfängerin bin und dass mir die Möglichkeiten zur Fürsorge für mich und andere aus der Hand genommen werden - das ist für mich eine richtige Freiheitsberaubung.

Hat der einzelne Mensch eine Chance durch seine Kaufentscheidungen etwas in dieser Hinsicht zu beeinflussen?

Durch Kaufentscheidungen nicht, durch Kaufverweigerung schon. Ich glaube aber, dass die Fragen nach dem Erfolg und nach der Veränderung falsch sind. Wenn ich von dieser Empörung getrieben bin, dann tue ich das, was ich tue, unabhängig von der Frage nach dem Erfolg. Ich glaube, es wäre jetzt an der Zeit, einmal die Kunst der Unterlassung zu üben. Es kommt darauf an, eine Art von menschlichem Maß zurückzugewinnen, die uns ein auskommendes und zufriedenstellendes, vielleicht sogar beglückendes Leben ermöglicht. Auf äußerst bescheidenem Niveau.

Wie ist das bei Ihnen?

Ich habe diese Sehnsucht schon lange, obwohl ich auch nicht weiß, wie ich aus dem Schlamassel rauskomme. Ich bin sehr mobil, habe noch immer von allem viel zu viel, aber der Ekel wird größer und ich beobachte auch bei anderen, dass irgendwo eine Grenze erreicht sein wird. Diese Hoffnung habe ich. Ob die sich bewahrheitet, wird man sehen.

Es ist aber sicher keine Frage von Umerziehung, von Ökopädagogik – es geht nicht um die Durchpädagogisierung der Gesamtgesellschaft, sondern darum, dass Menschen aufmerksam werden. Ich glaube, wir müssen durchaus sehen, dass wir uns in einer Form der Endzeit befinden.

Endzeit im Sinne eines Endes des Systems vom Kapitalismus? Brauchen wir eine Systemänderung?

Ja, natürlich brauchen wir etwas anderes als den Kapitalismus, der eine der bedeutendsten Quellen dafür war, dass es soweit gekommen ist. Aber wem nützt es, die bloße Forderung zu stellen, dass wir ein neues System brauchen? Wir werden es nicht kriegen, außer das System bricht von selbst zusammen. Was auch durchaus nicht unwahrscheinlich ist.

Viele bemühen sich innerhalb des Systems, wirtschaftliche Alternativen zu finden – wie zum Beispiel die "Shared Economy". Was halten Sie von diesen Ansätzen?

Teilen ist durchaus eine schöne Idee, aber so wie es angegangen wird, ist es nur ein Teil desselben. Solange es im Grunde wieder nur darum geht, uns ein bisschen mehr Lebenserleichterung etc. zu versprechen und es nicht mit einer wirklichen Wende einhergeht - hinsichtlich der Vorstellung von dem, was wir wollen - solange ist alles, was wir uns an Alternativen ausdenken, nur eine Bedienung desselben Grundmusters. Wir können uns drehen und wenden, wie wir wollen: Dieses System hat einen gigantisch großen Markt und verschlingt jede Möglichkeit, wirkliche Alternativen, sprich etwas ganz anderes, zu etablieren.

Ruth Hutsteiner, science.ORF.at

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Forum

 
  • Nachhaltig

    karl273, vor 457 Tagen, 21 Stunden, 19 Minuten

    .
    Der Konsum ist genau dann nachhaltig, wenn die Erzeugung von nutzbarer Energie und von nutzbarem Material genau so hoch ist, wie der Verbrauch.

    Die chemischen Elemente sind unter den irdischen Bedingungen praktisch unzerstörbar, und die Sonnenenergie reicht für mehrere tausend Zivilisationen aus.

    Nichts ist so lähmend, wie der Mangel an technischer Phantasie.

    Natürlich sollte man Energie und Material auch gleichmäßig verteilen.

    http://members.chello.at/karl.bednarik/UBERGAN2.txt

    -----

  • Wunschlos glückliche Menschen,

    alfredsinnegger, vor 459 Tagen, 4 Stunden, 42 Minuten

    das wäre für Leitl und für Wirtschaftsbund und Wirtschaftskammer
    wohl das schlimmste Übel
    (die von der römisch katholischen Kirche versprochene „Ewige Glückseligkeit“ der worst case, dabei ist laut Elias Canetti, in seinem Buch “Masse und Macht”, dem Glücklichsein Dauer zu verleihen, etwas vom Schwierigsten, was Menschen sich ersehnen können). Da schon lieber
    die Frau vom Fischer,
    aus dem Märchen
    Vom Fischer und seiner Frau
    (bzw. Der Butt von Günter Grass),
    statt dieser Erziehungswissenschaftlerin.

    Ein Tip für die Wissenschaftlerin:
    Wer einen Lebensstil,
    der Fleiß, (Selbst-)Disziplin, Pflichtbewusstsein, Ehrlichkeit, Genügsamkeit, Sparsamkeit und vor allem Verzicht auf Luxus einschließt,
    ist zum Beispiel bei den Hutterern
    gut aufgehoben.
    Zu dieser Gruppierung und ähnlichen Gruppierungen kann man jederzeit beitreten um in Gemeinschaft dieser, die Menge und das Verbreitungsgebiet dieser zu vermehren, die so leben und glücklich zu werden.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hutterer

    • Besuchen Sie die Kleinen Schwestern von der Kinderalm,

      alfredsinnegger, vor 458 Tagen, 8 Stunden, 22 Minuten

      in St. Veit im Pongau,
      im Kloster von Bethlehem-Maria im Paradies,
      wenn Sie in gut einem Monat in Goldegg sind, Frau Prof. Dr. Marianne Gronemeyer,
      diese Schwestern leben auch sehr still und bescheiden und
      tut der Seele gut.

    • Apropos PARADIES. Das ist ein UMFRIEDETER GARTEN

      alfredsinnegger, vor 458 Tagen, 8 Stunden, 4 Minuten

      und nicht die Wildnis, wie viele, heute zu meinen glauben oder so darstellen wollen.
      Dort begann, wie gesagt wird,
      (laut ursprünglich mündlicher Überlieferung)
      das symbolische Dilemma
      mit den Begehrlichkeiten,
      die zur Vertreibung aus der Glückseligkeit führten
      und
      die der Tod für das ewige Leben sein sollen.

      Noch ein Tip:
      Nehmen Sie sich ein Tonband
      vom Gesang der Schwestern mit
      Marianne.

    • alfredsinnegger, vor 457 Tagen, 11 Stunden,

      Und besuchen Sie - bei dieser gelegenheit - auch gleich noch, die Barmherzigen Schwestern (Töchter der Christlichen Liebe) vom hl. Vinzenz von Paul im Schloss Schernberg (St. Vinzenz-Heim ), gleich in der Nähe. Die leben auch genügsam und bescheiden. Es gibt schon noch zahlreiche Inseln der Genügsamkeit und Bescheidenheit auf dieser Welt.
      http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Schernberg

  • sandmandala, vor 459 Tagen, 7 Stunden, 40 Minuten

    "...ein menschliches Maß in unseren uferlosen Begehrlichkeiten zu etablieren..." so eine argumentation muss man sich mal in anderen historischen zusammenhängen vorstellen. nutzung des feuers z. b. > "nö, damit vergeht man sich gegen die natur". oder erfindung des rades "teufelszeug. wir werden alle das laufen verlernen." auch die Errichtung eines simplen turmes = uferlose Begehrlichkeit.
    solch skurriles weltbild kommt wohl auch nur dann raus, wenn man 7 jahre lang im vorstand von greenpeace/de war...
    aber natürlich hat Gronemeyer auch faktisch unrecht. wenn sie z. b. meint "Wir haben unsere Lebensgüter ruiniert, indem wir sie zu Ressourcen gemacht haben." dann darf man der frau erklären, dass noch vor 100 jahren bei uns - aufgrund der geringen Produktivität - jedes fleckchen land unter den pflug kam. erst die großen erträge der modernen Landwirtschaft machten massenhaft land für unsere Freizeit wieder frei. erst diese Technik machte es grundsätzlich möglich, dass fr. gronemeyer und der große rest der Bevölkerung von arbeit in der Landwirtschaft freigestellt werden konnte, und sie sich nun ihren abgehobenen Betrachtungen hingeben kann.

  • Sparen Einschränken Verzichten ist keine Lösung

    founder, vor 459 Tagen, 10 Stunden, 28 Minuten

    Mit dem Buch "Die Grenzen des Wachstums" wurde leider eine sehr negative Weltsicht eingeführt, die eimmer nur "Sparen Einschränken Verzichten" als Lösung predigt.

    Das ist etwa so nütlich wie das Flagellantentum (Selbstauspeitschung) im Mittelalter gegen die Pest. Es ist eine Dramatisation, eine Buße und Sühne tun, aber hat überhaupt nichts mit einer Problemlösung zu tun. Ganz im Gegenteiel, es besteht die Gefahr, dass "Die Grenzen des Wachstums" zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden.

    Wenn das Buch damals "Die Ziele des Wachstums" geheißen hätte, mit einem großen Kapitel über erneuerbare Enerige und Recycling, die Welt würde heute ganz anders aussehen.

    Der neu gegründete Verein zur Fröderung des Infinitismus - eine Zivilisation kann eine unbegrenzte Fähigkeit zum Überleben entwickeln, das bedeutet weltweiten Wohlstand und eine grenzenlose Zukunft, arbeitet an der Bewußtseinsbildung dafür.
    http://Paradigma.PEGE.org/

    • sandmandala, vor 459 Tagen, 9 Stunden, 49 Minuten

      "Mittelalterlicher Flagellantismus" - genau das habe auch ich mir bei der Lektüre dieses Interviews gedacht.

    • Träumer!

      ironimo, vor 459 Tagen, 5 Stunden, 5 Minuten

      Natürlich dem Raubtier Mensch ist es im Grunde zuwider auf das zu verzichten was ihm scheinbare Macht verleiht, die Gier stillen kann, die Vergnügungssucht ausleben kann und sich vor lauter Eitelkeit er sich nicht mehr selbst belobigen kann.. Dafür ist der Verzicht natürlich nicht geschaffen und von Humanismus, Verantwortung und Menschenliebe wird scheinbar nur in Seminaren geredet und leben dürfen es immer die Anderen.

    • sandmandala, vor 459 Tagen, 3 Stunden, 2 Minuten

      wäre der mensch raubtier, hätte er fangzähne.

    • keine fangzaehne, aber verwandt damit

      slartibartfast, vor 459 Tagen, 2 Stunden, 36 Minuten

      die eckzaehne des menschen - weiterentwickelt zu fangzaehnen bei den grossen katzen - waren frueher einst reisszaehne und belegen die raubtiervergangenheit des menschen.

    • sandmandala, vor 458 Tagen, 18 Stunden, 1 Minute

      eben. ex-raubtiere sind keine raubtiere nicht.

    • alfredsinnegger, vor 457 Tagen, 9 Stunden, 10 Minuten

      Die Reißzähne haben sich deshalb rückentwickelt, weil die Menschen Besseres, nämlich Messer, Gewehr und Schlachtschussapparat erfunden haben und damit die Raubtiere bei weitem übertroffen haben. Die enge Liebe vieler Menschen zu Raubtieren mit Fangzähnen (Bären, Wölfe, Luchse, Katzen, Hunde usw.), rührt sicher aus diesbezüglicher verwandtschaftlicher Verbundenheit.

  • Zutiefst niederschmetternd

    ironimo, vor 459 Tagen, 10 Stunden, 42 Minuten

    weil es so wahr ist so ungeschminkt und real. Die Blinden sind wir die wir nicht einmal erkennen dass wir uns auf einer Bühne befinden an der ständig gearbeitet wird. Es wird abgebaut, abgerissen, der Zeit noch die Zeit genommen und die Mär von dem was noch werden oder sich mehren soll hört sich an wie ein Gebet. Möge sich morgen wieder mehr einfinden als wir gestern uns verdient haben. Undankbare Narren sind wir so dumm dass wir die Wissenschaft brauchen um uns sagen zu lassen dass sich alles erklären lässt. Nur stehen wir danach noch dümmer da und die Einsager bauen weiter an der Wundermaschine zu Cern als könnten sie dort überleben.

    • Der Ignorantenstadl

      regow, vor 459 Tagen, 10 Stunden, 38 Minuten

      wurde, wie es scheint, leider nicht abgesetzt.

  • Ist das jetzt nur Linke Romantik,

    regow, vor 459 Tagen, 11 Stunden, 33 Minuten

    oder geht das doch schon in Richtung Rote Khmer?

    • Nein, nein, das hat nichts mit links, rechts...

      format, vor 459 Tagen, 11 Stunden, 24 Minuten

      ...oder sonst etwas zu tun. Der Artikel ist genial! Völlig zutreffend. Im Kern geht es (auch) um das Zinssystem, das uns dazu antreibt, so zu handeln, wie wir es derzeit tun.

    • Richtig, solche Leute an der Macht sind Rote Kmehr

      founder, vor 459 Tagen, 10 Stunden, 23 Minuten

      Wer den Mensch als Schädling betrachtet, hat der wirklichen Macht auch keine Hämmung bei der Schädlingsbekämpfung.

      Wer "Gesunde Planeten haben keine Menschen" sagt, dem sollte man als mindestens so gefährlich, wie dem Author von "Mein Kampf" einstufen.

      Das harmloseste, was ich 1992 bei meinem Projekt "GEMINI bewohnbares Sonnenkraftwerk" hörte war "Ich hasse das GEMINI Haus, weil wenn jemand mit dem Strom von seinem Hausdach sein Elektroauto aufladen kann, dann habe ich ja kein Argument mehr das Autofahren zu verbieten"