Standort: science.ORF.at / Meldung: "Per Handy Landnutzung dokumentieren"

Eine Cartoon-Figur streckt ein Handy entgegen mit dem Schriftzug von Fotoquest

Per Handy Landnutzung dokumentieren

Beim Joggen oder Wandern einen Beitrag für die Wissenschaft leisten: Das ist die Idee eines neuen "Citizien-Science-Projekts". Mit einem Smartphone kann dabei jeder und jede Fotos machen. Diese Fotos sollen zeigen, wie in Österreich Land genutzt wird und wie sich das verändert hat.

Citizen Science 09.07.2015

Feuchtgebiete im Visier

Die Forscher interessieren sich insbesondere für die Feuchtgebiete in Österreich. "Seit 25 Jahren hat es keine ordentliche Bestandsaufnahme der Feuchtgebiete in Österreich mehr gegeben. Wir wissen, dass sie schrumpfen, aber wir wissen nicht, wie viel", erklärte der Leiter des am Donnerstag präsentierten Projekts, Steffen Fritz, vom Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien.

Das Projekt:

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Dem Thema widmet sich auch ein Beitrag in Wissen aktuell: 9.7., 13:55 Uhr.

Klar ist aber, dass bei der Trockenlegung solcher Gebiete große Mengen an Kohlendioxid freigesetzt werden - mit entsprechenden Auswirkungen auf den Klimawandel. Zudem wollen die Wissenschaftler mit Hilfe der Bevölkerung Daten über die Zersiedelung der Landschaft sammeln. Denn da sich die Städte ausbreiten und damit die Bodenversiegelung zunimmt, steigt auch die Überschwemmungsgefahr.

Eine App für die Wissenschaft

Das Geo-Wiki-Team des IIASA hat für das "Citizen Science"-Projekt "FotoQuest Austria" eine Spiele-ähnliche App entwickelt, die man sich kostenlos auf sein GPS-fähiges Smartphone laden kann. Nach Registrierung kann man Zielorte auswählen, wo den Forschern noch Landschaftsdaten fehlen.

Die App hilft nicht nur, dorthin zu navigieren, sondern auch die benötigten Fotos zu machen und weiterführende Informationen zu sammeln, abzuspeichern und hochzuladen. So soll man etwa erkunden, welche Bäume oder Nutzpflanzen am Zielort zu sehen sind. Dabei können die Teilnehmer auch Punkte sammeln und Preise gewinnen, bis Ende September werden Daten gesammelt.

Das Projekt ist das erste von mehreren in den nächsten vier Jahren geplanten. Durch die Informationen über die Landbedeckung im Laufe von mehreren Jahren können die Forscher Veränderungen der Landnutzung verfolgen. Die Daten sollen in eine vom IIASA erstellte detaillierte Datenbank zur Bodenbedeckung und -nutzung in Österreich einfließen, die für nachhaltige Städteplanung, Klimawandelforschung, Naturschutz und Wassermanagement genutzt werden kann.

science.ORF.at/APA

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