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Sonne neben einem Thermometer, das eine Temperatur von 38 Grad Celsius anzeigt.

Globaler Temperaturanstieg erstmals über 1 Grad

Die weltweite Durchschnittstemperatur wird laut einer neuen Studie heuer erstmals um ein Grad höher liegen als vor der Industrialisierung. Zwischen Jänner und September 2015 lag sie im Mittel 1,02 Grad über dem Durchschnittswert der Jahre 1850 bis 1899.

Klimawandel 09.11.2015

Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie der britischen Wetterbehörde und der Universität von East Anglia hervor. Grund dafür sind den Experten zufolge steigende Treibhausgasemissionen sowie Wetterphänomene wie "El Niño". 2016 soll das Klima "ähnlich warm" bleiben.

Es wird weiter wärmer

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Klimakonferenz Paris

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"Es ist eindeutig, dass der menschliche Einfluss das moderne Klima in bisher unbekannte Gebiete antreibt", kommentiert Stephen Belcher, der Direkter der britischen Wetterbehörde Met Office, in einer Aussendung.

In den nächsten Jahren könne der Wert von "plus ein Grad" dank natürlicher Variabilitäten auch wieder unterschritten werden. Die Wahrscheinlichkeit dafür steige aber stark an.

Und die Erde wandelt weiter in Richtung "plus zwei Grad" und darüber hinaus. Denn bereits heute sind zwei Drittel jener Menge des Treibhausgases CO2 in die Atmosphäre ausgestoßen, die als "Budget" für das Zwei-Grad-Plus gelten – jene Grenze, bei der die Auswirkungen auf das weltweite Klima laut Forschern in einen halbwegs erträglichen Rahmen bleiben sollen.

science.ORF.at/dpa

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