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Schemtaische darstellung des Gehirns

Das Gehirn denkt in "Kasteln"

Das menschliche Gehirn ist anatomisch ein "Kasteldenker". Denn die Einheiten, die im Hirn für bestimmte Funktionen zuständig sind, ähneln einander laut einer neuen Studie bei großen Gruppen von Menschen.

Neurowissenschaften 12.11.2015

Ein internationales Forscherteam, darunter Georg Langs von der MedUni Wien tätig, hat für die Studie zunächst mit Magnetresonanzuntersuchungen von rund 1.000 Menschen einen funktionellen Atlas des Gehirns mit 18 verschiedenen Netzwerken erstellt.

Die Studie

"Parcellating cortical functional networks in individuals" von Danhong Wang und Kollegen ist am 9. November 2015 in "Nature Neuroscience" erschienen.

Dann wurde diese Landkarte mit jener von individuellen Probanden verglichen. Bei ihnen erfolgte die Erstellung des Plans von den funktionalen Einheiten durch mehrfache Untersuchungen in Ruhe und unter Aufgabenstellungen.

"Die Fähigkeit, die einzigartige funktionale Architektur des Gehirns eines Individuums zu identifizieren, ist ein entscheidender Schritt in Richtung einer personalisierten Medizin und im Verständnis der neuronalen Basis der Unterschiede im Denken und im Verhalten", schrieben die Autoren.

Das Ergebnis: Einerseits lassen sich solche, offenbar alle Menschen betreffenden funktionellen Netzwerke im Gehirn nachweisen. Andererseits können genauso die individuellen Unterschiede von Mensch zu Mensch nachgewiesen werden. Das betrifft besonders auch die Verteilung dieser Netzwerke zwischen linker und rechter Gehirnhälfte, speziell auch für Links- und Rechtshändigkeit.

science.ORF.at/APA

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