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Lander "Philae" auf dem Kometen "Tschuri"

"Philae" lässt sich nicht aufwecken

Der jüngste Weckruf von Raumfahrtexperten an den Landeroboter "Philae" auf dem Kometen "Tschuri" verhallte im All. Die Chancen, dass sich der kleine Roboter nun noch einmal meldet, schwinden drastisch.

Raumfahrt 11.01.2016

Am Wochenende hatte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln ein Kommando zu "Philae" geschickt, das jedoch unbeantwortet blieb. "Es ist zu keiner Kontaktaufnahme gekommen", sagte "Philae"-Projektleiter des DLR, Stephan Ulamec am Montag.

Die Chancen dafür würden jetzt jeden Tag schlechter, weil sich "Tschuri" von der Sonne wegbewege. Seit September wartet das DLR vergeblich auf ein Zeichen von "Philae".

Staub abschütteln

Ö1 Sendungshinweis:

Über das Verstummen von "Philae" berichtet auch "Wissen Aktuell" am 11. Jänner 2016 um 13.55 Uhr.

Die DLR-Experten hatten dem Lander das Kommando gegeben, sein kreiselartiges Drallrad in seinem Inneren in Bewegung zu setzen. Sie hofften, dass "Philae" daraufhin bestenfalls Staub von seinen Solarpaneelen abrüttelt und sich besser zur Sonne ausrichtet.

"Man sollte nicht zu enttäuscht sein. Wir wussten dass die Chancen gering waren. Aber wir wollten diese Chance nutzen, bevor man zu weit von der Sonne weg ist", sagte Ulamec.

Bis Ende Januar werde man auf Signale von "Philae" achten. "Aber dann muss man irgendwann auch mal realistisch sein, dass wir vermutlich nichts mehr von dem Lander hören werden", sagte der DLR-Projektleiter.

science.ORF.at/APA/dpa

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