Standort: science.ORF.at / Meldung: "Bronzezeit-Siedlung begeistert Archäologen"

Überreste von Pfahlbauten aus der Bronzezeit

Bronzezeit-Siedlung begeistert Archäologen

Dieser Fund ermöglicht eine Zeitreise in den Alltag vor 3.000 Jahren: Forscher haben nahe der englischen Stadt Peterborough eine extrem gut erhaltene Siedlung aus der Bronzezeit entdeckt.

Sensationsfund 12.01.2016

Darin befinden sich unter anderem: Gefäße mit uralten Speiseresten, Textilien, Holzschüsseln und Glasperlen, die zu einer Kette gehörten. Die Behausungen waren ursprünglich auf Stelzen über einen Fluss gebaut worden und später in Flammen aufgegangen, wie die Universität Cambridge am Montag mitteilte. Die Reste fielen ins Wasser und wurden im Schlamm konserviert.

"Wir betreten im Grunde erstmals in der britischen Geschichte ein rundes Haus aus der Bronzezeit", zitierte die Nachrichtenagentur PA den Ausgrabungsleiter Mark Knight. "Wir werden sehen, was darin ist, was sie anhatten, was sie am Tag des Feuers gegessen haben." Man könne dank des Must-Farm-Projekts nun erforschen, wie es damals ausgesehen und gerochen habe.

Die Ausgrabungen auf dem 1.100 Quadratmeter großen Gelände seien etwa zur Hälfte abgeschlossen, teilte die Uni mit. Die Bewohner der Siedlung hätten möglicherweise alles stehen und liegen lassen müssen, als ihre Siedlung in Flammen aufging. Unklar ist, ob ein Unfall die Brandursache war oder ob die Siedler selbst oder Feinde das Feuer legten. Es seien sogar noch Fußspuren erhalten.

science.ORF.at/dpa

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