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Mondoberfläche

ESA-Chef wirbt für Monddorf

ESA-Chef Jan Wörner warb bei der Jahrespressekonferenz in Paris für seinen Vorschlag eines "Monddorfes" als Zukunft der internationalen Weltraumzusammenarbeit: "Ich sehe das Monddorf als idealen Nachfolger der ISS im Bereich Forschung."

Zukunftspläne 15.01.2016

Seine im vergangenen Jahr aufgeworfene Idee sieht vor, einen gemeinsamen Standort auf dem Mond für Weltraumprojekte verschiedener Länder und Akteure zu suchen. Er führe derzeit weltweit Gespräche, ob es Interesse dafür gebe. Wörner betonte, dass dies allerdings kein Vorhaben für die nahe Zukunft sei - "und wenn jemand eine bessere Idee hat, macht das auch nichts".

Reise zum Mars

Schon in diesem Jahr greift die ESA nach dem Mars: Gemeinsam mit der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos startet im März der erste Teil des Raumsondenprojekts ExoMars, das nach Spuren von Leben auf dem roten Planeten suchen soll. Bereits Ende Januar schickt die ESA den ersten Satelliten des Europäischen Datenrelais System (EDRS) ins All, das mit Laser-Technik Breitband-Datenübertragungen ermöglichen soll.

Auch das europäische Satellitennavigationssystem Galileo soll Fortschritte machen, im Herbst soll eine Ariane 5 vier weitere Satelliten ins All bringen - zudem peilen ESA und EU an, noch in diesem Jahr erste Dienste anzubieten. Es werde ein "sehr interessantes Jahr für die ESA", sagte Wörner, der die Führung der Organisation im vergangenen Sommer übernommen hatte.

science.ORF.at/dpa

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