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Pakistan: Frau mit Schleier vor Bett mit Neugeborenem

Pakistan hat höchste Rate an Totgeburten

In Pakistan sterben jährlich 234.000 Kinder im letzten Drittel der Schwangerschaft. Auf 1.000 Geburten kommen in dem südasiatischen Entwicklungsland 43 Fehl- und Totgeburten - das ist die höchste Rate weltweit.

Gesundheit 19.01.2016

Global liege der Durchschnitt bei 18,4 totgeborenen Kindern pro 1000 Geburten, heißt es in einem Beitrag des Fachmagazins "The Lancet". Die Studienautoren führen die dramatischen Zahlen in Pakistan auf eine Mischung aus Armut, Unterernährung, schlechter Gesundheitsversorgung und Bevölkerungswachstum zurück. Pakistans Bevölkerung - derzeit fast 200 Millionen Menschen - gilt als die am schnellsten wachsende in Südasien.

Gleichzeitig blieb nach einem nationalen Ernährungsbericht aus dem Jahr 2011 die Unterernährungsrate seit 1965 fast gleich: 44 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind demnach unterentwickelt, 15 Prozent akut unterernährt.

Redner während eines großen Müttergesundheit-Symposiums im September 2015 beschrieben das als einen "generationenübergreifenden Teufelskreis", in dem sehr viele unterernährte, unterentwickelte und viel zu junge Frauen sehr viele unterentwickelte Babys zur Welt brächten.

Der Staat investiert indes nur ein Prozent seines Bruttosozialprodukts in das Gesundheitssystem - laut Weltbank eine der niedrigsten Raten der Welt. In einigen der armen Provinzen kommen laut Experten nur zehn Prozent der Kinder unter Aufsicht von geschultem Personal zur Welt.

science.ORF.at/dpa

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