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Rauchende Schlote Stahlindutrie

Wärmerekorde sind vom Menschen verursacht

2015 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen: Erstmals lag die weltweite Durchschnittstemperatur etwa ein Grad Celsius über dem vorindustriellen Wert, wie UNO-Meteorologen berichten. Der Klimawandel ist laut einer neuen Studie mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit vom Menschen gemacht.

Klima 25.01.2016

Ohne das Verbrennen von Kohle und Öl und den dabei entstehenden Treibhausgasen wäre die Chance verschwindend klein, dass 13 der 15 wärmsten Jahre, die je gemessen wurden, seit 2000 verzeichnet wurden.

Klimaziel: Maximal zwei Grad plus

Die Studie

"The Likelihood of Recent Record Warmth" von Michael Mann und Kollegen ist am 25. Jänner 2016 in "Scientific Reports" erschienen (sobald online).

Links

Ö1 Sendungshinweis:

Dem Thema widmet sich auch ein Beitrag in Wissen aktuell: 25. Jänner 2016., 13:55 Uhr.

"Es ist ein ernüchternder Moment in der Geschichte des Planeten", sagte Petteri Taalas, der Generalsekretär der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Montag in Genf. Beim Klimagipfel in Paris hatten sich die Staaten im Dezember geeinigt, die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad zu begrenzen.

Nur mit einem weit verminderten Ausstoß an Treibhausgasen sei dieses Ziel überhaupt noch zu erreichen, warnte Taalas. Zwischen 2011 und 2015 sei es so warm wie in keiner Fünfjahresphase zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen, hieß es von der WMO, einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen.

Treibhauseffekt sehr wahrscheinlich

Dass die Klimaerwärmung mit großer Wahrscheinlichkeit hausgemacht ist, zeigt eine am Montag veröffentlichte Studie, bei der zwei der führenden Klimaforscher zusammengearbeitet haben: Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Michael Mann, der Schöpfer der Hockeystick-Kurve, die den Klimawandel seit 1.000 Jahren illustriert.

Mit ihrem Team kombinierten sie in der aktuellen Arbeit Beobachtungen und Computersimulationen des Klimasystems und trennten so natürliche und menschengemachte Schwankungen. "Natürliche Klima-Variabilität lässt Temperaturen über Zeiträume von mehreren Jahren zunehmen und abnehmen, statt dass sie unberechenbar von einem Jahr zum anderen schwanken", sagt Michael Mann in einer Aussendung.

"Das macht es schwieriger, die Wahrscheinlichkeit akkurat abzuschätzen, ob einzelne Temperaturrekorde Zufall sein können oder nicht. Angesichts des öffentlichen Interesses schien es wichtig zu sein, dies einmal wirklich solide zu berechnen", so der Direktor des Earth System Science Center der US-Hochschule Penn State.

Die nun errechnete Wahrscheinlichkeit, dass die jährlichen Temperaturrekorde Zufall waren – also ohne Beitrag der vom Menschen ausgestoßenen Treibhausgase –, betrage zwischen 1 zu 5.000 und 1 zu 170.000. Die Wahrscheinlichkeit solcher Jahresrekorde ist hingegen ziemlich hoch, wenn man die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung miteinbezieht. "Natürliche Klimaschwankungen können die beobachteten Wärmerekorde nicht erklären, aber der menschgemachte Klimawandel kann es", erklärt Stefan Rahmstorf.

science.ORF.at/dpa

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Forum

 
  • Hockey- Kurve

    uezguere, vor 179 Tagen, 20 Stunden, 51 Minuten

    Ist die Hockey- Kurve nicht wiederlegt?

    Ich dachte, die Unbekannte in der Simulation ist die Wolkendecke der Vergangenheit?

    https://youtu.be/sDo7saKaEys

    Daher bin ich erstaunt, dass man auf einmal die hohe Wahrscheinlichkeit für die Prognose haben soll? Ich bin schon froh, wenn es sie Wetterdienste schaffen die kommenden Stunden vorherzusagen.

    Was sagen dazu wohl die "Verschwörungstheoretiker"?https://youtu.be/vaXCw-9kCHs

  • Investitionslawind lostreten und Wirtschaftsboom auslösen

    founder, vor 179 Tagen, 22 Stunden, 41 Minuten

    Die fossile Energieindustrie ist über 2 Jahrhunderte gewachsen,
    muss aber in wenigen Jahrzehnten nicht nur ersetzt, sondern
    auch noch bei weitem übertroffen werden.

    Die armen Teile der Menschheit, das Bevölkerungswachstum,
    die Notwendigkeit zu immer perfekteten Recycling.

    Wenn wir unsere Probleme wirklich lösen wollen, werden
    wir uns mit weltweiten Wohlstand und einer grenzenlosen
    Zukunft abfinden müssen.

  • Statistk & co

    254michael, vor 179 Tagen, 23 Stunden, 27 Minuten

    Man starte mut den kalten Jahren in Europa von 1000 bis 1800 und schiesse die warmen Jahre jetzt dazu.
    Dass es wahrscheinlich zur Zeit der Römer viel wärmer war, kann man wenn gut bezahlt ja vergessen.
    Umweltschutz ist gut und notwendig.
    Aber so, dass gerade zufällig passede Daten dazu dienen, steuerzahler weltweit neuerlich auszupressen und die leistbare Bewegungsfreiheit mittlerer Einkommensschichten einzuschränken idt einfach nur fies.
    Leider ist die Presse nicht bereit,der einfachen Frage nach einer Erweiterung des Beobachtungszeitraumes auf zumindest (!) 20000 Jahre auch nur ansatzweise nachzugehen.

    Besonders fragwürdig sinddie gensnnten studien fur mich besonders deshalb, weil die wirklichen Aufzeichnungen ja gar nicht uber den beanstandeten Zeitraum hinausgehen.
    Was war z.b. mit dem Verschwinden der bewaldeten Flächen der heutigen Sahara? Sicher ohne Industrien ein gewaltiger Klimawandel.
    Wiso sollte es heute nicht auch bedauerlich aber von der Erde selbst verursacht sein?

    • Schmarren

      vonabisz, vor 179 Tagen, 22 Stunden, 56 Minuten

      Irgendwo muss man die Grenze ziehen. Was vor 20.000 Jahren war, ist heute irrelevant.

      Also 1000 bis 1800 die kalten Jahre?
      Komisch, sonst kommt immer die Geschichte von der mittelalterlichen Warmzeit.

      Und 20.000 Jahre zurückgehen? Absolut lächerlich angesichts des Vorwurfs, dass man sich mit 1000 bis 1800 "kalten Jahre" rausgepickt hat. Die letzte Eiszeit endete nämlich vor 12.500 bis 10.000 Jahren ...

    • Astronomische Sonnen-Zyklen:

      alfredsinnegger, vor 179 Tagen, 19 Stunden, 32 Minuten

      http://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/informationsportal-klimawandel/klimasystem/antriebe/astronomische-zyklen

      Sonnenaktivität letzte 400 Jahre:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenaktivit%C3%A4t#/media/File:Sunspot_Numbers_German.png

      https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenaktivit%C3%A4t

      Sunspot-Numbers Grafik seit 2000
      https://www.calsky.com/?SpaceWeather=&

      Sonnenfleckenrelativzahlentwicklung letzte 2 Jahre:
      http://news.astronomie.info/php/image.php?image=http://www.calsky.com/observer/realdata/sunspot-sesc2.png

    • Dansgaard-Oeschger-Ereignisse

      alfredsinnegger, vor 179 Tagen, 19 Stunden, 31 Minuten

      https://de.wikipedia.org/wiki/Dansgaard-Oeschger-Ereignis

      Seit Mitte des 20.Jhdts befindet sich die Sonne
      "in einer ungewöhnlich aktiven Phase …
      etwa doppelt so hoch wie der langfristige Mittelwert...
      höher als jemals in den vergangenen 1000 Jahren ...
      [man muss] über 8.000 Jahre in der Erdgeschichte zurückgehen,
      bis man einen Zeitraum findet,
      in dem die Sonne im Mittel ebenso aktiv war
      wie in den vergangenen 60 Jahren"
      Nach dem ungewöhnlich langen
      Minimum von 2008/09,
      wo die Sonne monatelang fleckenlos war,
      wurde das Maximum
      des laufenden 24. Sonnenzyklus
      zunächst für Ende 2012 prognostiziert.
      Die Zunahme der Aktivität erfolgte 2011 und Anfang 2012
      wie erwartet
      und erreichte im Februar ein flaches Maximum,
      doch fiel die Sonnenflecken-Relativzahl
      im Sommer 2012 wieder ab
      und blieb bis zum Jahresende untypisch niedrig.
      Die Maximums-Prognose wurde daher auf Ende 2013 bzw. 2014 revidiert.

      Es könnte sein,
      dass die
      jetzt in diesem Zyklus
      nicht mehr
      so extremen Sonnenaktivitäten
      den
      treibhausgasverursachten Temperaturanstieg
      verzögern bzw. langsamer machen

  • Michael Mann ...

    cyana, vor 180 Tagen, 4 Minuten

    ... der Schöpfer der hockey-stick Kurve und Erfinder des global warmings. Dass die omniöse Kurve nachweislich gefälscht wurde, wird hier nicht erwähnt. Dass sie nicht einmal die mittelalterliche Warmperiode reflektiert, in welcher Grönland über weite Strecken eisfrei war, ist wohl ebenfalls nicht erwähnenswert. Dass zur ihrer Erzeugung bis 1980 Baumringdaten, und danach Luftmessdaten ausgewählter Regionen verwendet wurden, ist wohl auch nicht so wichtig. Würde man(n) nämlich auch die letzten 30 Jahre mit Baumringdaten berechnen wie die tausend Jahre davor, fiele der hockey stick in sich zusammen. Soviel zur Seriosität von Herrn Mann.

    • fenris79, vor 179 Tagen, 23 Stunden, 50 Minuten

      wäre doch wirklich interessant wenn die Meteorologen mal diese Ungereimtheiten ausbügeln würden

    • vonabisz, vor 179 Tagen, 22 Stunden, 55 Minuten

      Dass Grönland über weite Strecken eisfrei war, ist auch ein Märchen ...

    • uezguere, vor 179 Tagen, 20 Stunden, 48 Minuten

      Die Küstenregionen sollen grün gewesen sein.

  • Einfach sachlich

    gandalf, vor 180 Tagen, 1 Stunde,

    betrachtet:

    Messungen des Inhaltes unserer Atmosphäre seit Ende des 19. Jahrhunderts ansehen.
    Diese Veränderungen sind ohne Zweifel vom Menschen gemacht.

    Nun den Hausverstand nutzen und überlegen, welche Auswirkungen diese belegten und bestätigten Veränderungen in unserer Atmosphäre, die es ohne Menschen so nicht gegeben hätte, wohl bewirken werden.

    Der Mensch hinterließ und hinterlässt Spuren auf der Welt. Nicht alle ungewöhnlichen Phänomene sind von Menschen verursacht, aber die Spuren die seit Ende des 19. Jhdt gemacht werden, müssen sich schon rein logisch auf den natürlichen Ablauf der Welt auswirken.

  • Kältewelle hat Asien fest im Griff!

    beobachter, vor 180 Tagen, 1 Stunde, 46 Minuten

    Es wird kälter weil es wärmer wird.

    • Zum (n+1)-ten Mal...

      pepperbird, vor 179 Tagen, 23 Stunden, 37 Minuten

      Es gibt einen Unterschied zwischen Klima und Wetter!

    • uezguere, vor 179 Tagen, 20 Stunden, 21 Minuten

      "Das Klima" geht über 30 Jahre, oder?

  • Die einfache Lösung:

    vlad, vor 180 Tagen, 2 Stunden, 31 Minuten

    statt wem zu bezahlen der es so rechnet, einfach wem bezahlen der es anders rechnet. Dann habt ihr von der Klimasekte den Beweis, das doch nicht der Mensch das Böse ist! Dann kann man sich die Weltweite CO2 Steuer sparen und es muss nicht jeder Atemzug verrechnet und an den geplanten Weltklimarat abgeführt werden.
    So einfach kann das Leben sein. Aber wer will schon leben, wenn er den ganzen Tag für die Sünde seiner Existenz büsen könnte? Oder gar ohne schlechtes Gewissen mit dem Auto fahren?
    Nein, da nimmt man einfach einen Zeitraum wo eine tolle Kurve herauskommt, plaziert Sensoren neben der Abluft von Klimaanlagen und schon hat man seinen fiktiven Weltuntergang.

    Das die Umweltverschmutzung mit Schwermetallen und unzähligen hochgiftigen Chemikalien ein Problem ist, da kommt kein Professor Klima drauf. Aber das für alles Leben essenzielle und komplett natürliche CO2, dessen winziger Anteil in der Luft nachweislich immer schwankt und schon einige mal weit höher war, das soll ein Problem sein. Wenn das CO2 Lügengerüst zusammenbricht, gibt es für euch Klimasektenanhänger aber noch eine Alternative. Wasserdampf ist ebenso harmlos, natürlich und universell vorhanden, aber ein viel stärkeres Treibhausgas als CO2 es je sein...

    • vlad, vor 180 Tagen, 2 Stunden, 30 Minuten

      ...könnte.
      Also dann bis zur nächsten Klimasekten-Werbeeinschaltung hier in "science", die gibt es ja unbeirrbar in kontinuierlichen Abständen, ganz nach dem Prinzip: Eine Lüge muss nur oft genug wiederholt werden, dann wird sie geglaubt.

    • Wer bezahlt wen,

      pepperbird, vor 179 Tagen, 23 Stunden, 34 Minuten

      damit wem was geglaubt wird?

      Der Dativ ist dem Akkusativ sein Tod...

  • Also

    ihrwerdeteuchnochwundern, vor 180 Tagen, 2 Stunden, 57 Minuten

    begrenzt endlich die Bevölkerungsexplosion!

    • uezguere, vor 179 Tagen, 20 Stunden, 4 Minuten

      http://m.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/52699/bevoelkerungsentwicklung

      In Summe kann sich die Explosion auch ein Einpendeln sein.

      Andere Listen haben wiederum andere Prognosen:http://www.deagel.com/country/United-States-of-America_c0001.aspx

    • Das brauchen wir uns nicht vorwerfen lassen!

      alfredsinnegger, vor 179 Tagen, 19 Stunden, 20 Minuten

      Österreich hat
      eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit, noch weit hinter der Volksrepublik China.
      Ohne die Zuwanderung
      in den letzten 45 Jahren
      würden wir jetzt auf unter 6 Millionen Einwohner zugehen.

    • Wir haben pflichtbewusst, auftragsgemäß die politischen Empfehlungen befolgt.

      alfredsinnegger, vor 179 Tagen, 19 Stunden, 18 Minuten

    • Was gut ist, weil dadurch die Anzahl der Nazi-Gen-Menschen sinkt,

      alfredsinnegger, vor 177 Tagen, 22 Stunden, 35 Minuten

      ein in Deutschland und Österreich beheimatetes Erbgut, das es, wenn man von Ausgewanderten absieht, außerhalb der deutschen Volksgruppe (incl. bayrisch stämmige) sonst in keinem Volk gibt.