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Ein Läufer bei einer typischen Beinbewegung

Sport hilft Krankheitskosten sparen

Durch sportliche Aktivitäten sind in Österreich 2013 über 700 Millionen Euro an Krankheitskosten vermieden worden - fast dreimal so viel wie 15 Jahre zuvor, als die Einsparung 265 Millionen betrug.

Gesundheit 26.01.2016

Das ergab eine Studie des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Wien. Vor allem die zunehmende Zahl der sogenannten Zivilisationskrankheiten könnten durch präventive Sportausübung eingedämmt werden.

Beugt gegen zahlreiche Krankheiten vor

Besonders wirksam sei Sport - dabei geht es nicht um Leistungs-, sondern um Breitensport und körperliche Aktivitäten im Alltag - in der Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen, Typ-II-Diabetes, Krebs und Rückenschmerzen, hielten Otmar Weiß, Leiter der Abteilung Sportsoziologie am Institut für Sportwissenschaften, und sein Team in der Studie fest.

"Die Begründung für die beinahe Verdreifachung der Einsparungen liegt im Wesentlichen darin, dass in den letzten 15 Jahren die Kosten für die Behandlung von Zivilisationskrankheiten (Bewegungsmangelkrankheiten) enorm gestiegen sind", erklärten die Sportwissenschaftler.

400 Mio. Euro Kosten für Sportunfälle

1,1 Milliarden Euro an Krankheitskosten wurden den Berechnungen zufolge 2013 durch sportliche Aktivität vermieden. Der größte Anteil bei den vermiedenen Kosten entfiel auf Diabetes, gefolgt von Erkrankungen des Kreislaufsystems und Rückenschmerzen.

Demgegenüber stehen die Kosten, die durch Sportunfälle entstehen: Diese betrugen laut der der Studie knapp 400 Mio. Euro, knapp 100 Mio. mehr als 15 Jahre zuvor.

Dass die Kosten für Sportunfälle nicht im selben Maß gestiegen ist wie die Zahl der Verletzten (1998: 99.000, 2013:194.000), führt Weiß unter anderem auf bessere Vorbeugung und Ausrüstung zurück. "Aus diesem Grund sind die Verletzungen weniger schwer."

science.ORF.at/APA

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