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Hauchdünne Sensoren auf Fingerkuppen greifen einen Ball

Superdünne Sensoren zur Tumorsuche

Superdünne druckempfindliche Sensoren könnten laut ihren Erfindern eines Tages Ärzten helfen, bei Brustkrebsuntersuchungen Tumore aufzuspüren. Die Nanofasersensoren könnten in zum Abtasten verwendete Gummihandschuhe integriert werden.

Nanotechnologie 26.01.2016

Die Studie in "Nature Nanotechnology":

"A Transparent, Bending Insensitive Pressure Sensor" von T.Someya et al., erschienen am 25. Jänner 2016.

Wie sie in der Studie schildern, sind die Sensoren nur 3,4 Mikrometer stark - nicht einmal halb so dick wie Frischhaltefolie. Die Sensoren würden erlauben, die Untersuchung in digitaler Form aufzuzeichnen, erklärten die Forscher um Takao Someya von der Universität Tokio und Shigang Suo von der Universität Harvard.

Damit könnten die Ergebnisse an andere Ärzte an einem anderen Ort weitergegeben werden. "Der neue Sensor würde es ermöglichen, das menschliche Empfinden zu messen, so dass die Ergebnisse des Abtastens geteilt werden könnten", so Someya.

Biegsame Sensoren, Folie

2016 Someya Laboratory

Biegsame Sensoren

"In Zukunft könnten wir gewisse Empfindungen aufzeichnen und fühlbar machen, die nur von einem erfahrenen Arzt wahrgenommen werden können", erläutert der Wissenschaftler. Seinen Angaben zufolge arbeiten viele andere Forscher an der Entwicklung flexibler Drucksensoren, doch seien diese anfällig, wenn sie gebogen oder gedreht würden. Ihr neuer Sensor registriere jedoch Druck selbst dann noch akkurat, wenn er wie Stoff verdreht werde.

science.ORF.at/APA/AFP

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