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Emissionen steigen aus einem Braunkohlekraftwerk in den Himmel.

Ein Rechner für Klimaziele

Seit der Klimakonferenz in Paris steht fest: Die Länder der Europäischen Union werden ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent reduzieren. Welche Maßnahmen notwendig sind, damit Österreich diese Ziele erreichen kann, illustriert der Klimazielpfadrechner des Umweltbundesamtes.

Klima 28.01.2016

Soll Österreich versuchen, das Müllaufkommen zu reduzieren? Soll der Verbrauch von heißem Wasser gleich bleiben oder um 25 Prozent sinken? Soll es im Jahr 2050 ausschließlich batteriebetriebene Autos geben? Diese Fragen stellt der Klimazielpfadrechner den Nutzern. Je klimafreundlicher die Strategien, für die man sich entscheidet, desto geringer der Treibhausgasausstoß in den nächsten Jahrzehnten.

Ö1 Sendungshinweis:

Darüber berichtet auch Wissen aktuell am 28.1. um 13:55.

"Wenn wir nichts tun, werden die österreichischen Treibhausgasemissionen noch bis Mitte des Jahrhunderts kaum sinken, wenn wir hingegen zielgerichtete, effektive Maßnahmen setzen, wird es uns gelingen unsere Emissionen um über 80 Prozent zu reduzieren," sagt Jürgen Schneider vom Umweltbundesamt.

Die interaktive Webseite zeigt deutlich: Nur wenn sich in allen Sektoren etwas ändert, kann Österreich seine Klimaziele erreichen. Die Möglichkeiten Treibhausgase zu reduzieren, sind allerdings von Bereich zu Bereich verschieden.

Emissionen bis 2050: Modelle im Vergleich

"Es gibt Bereiche wie die Strom- und Wärmeproduktion, wo sie mit heutigen Technologien, sehr gut auf den Einsatz fossiler Energieträger verzichten können", so Schneider. In anderen Bereichen wie der Landwirtschaft gebe es Emissionen von Lachgas oder Methan, die man nur sehr schwer vermeiden kann.

Aber, betont Jürgen Schneider, selbst in der Landwirtschaft wäre es möglich, klimafreundlicher zu werden. Wenn weniger Fleisch produziert wird und weniger Kunstdünger zum Einsatz kommt, können auch in diesem Bereich, die Treibhausgasemissionen sinken.

Text: Marlene Nowotny, Ö1 Wissenschaft, Grafik: Alexandra Siebenhofer

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