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Österreich auf Rang sieben

Südkorea vor Israel und Japan an: Das sind die drei Länder, die weltweit am meisten für Forschung ausgeben. Österreich liegt laut einem aktuellen Vergleich auf Rang sieben.

Forschungsausgaben 04.02.2016

Spitzenreiter Südkorea kommt auf eine Forschungsquote – also die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) gemessen am Bruttoinlandsprodukt – von 4,29 Prozent. Finnland liegt als erstes EU-Land mit 3,2 Prozent auf Rang vier, Österreich mit drei Prozent knapp dahinter. Das Ranking umfasst eine Auswahl der 34 OECD-Länder inklusive Argentinien, China, Taiwan, Rumänien, Russland, Singapur und Südafrika.

China erstmals über EU-Schnitt

Österreich ist allerdings das einzige Land in der Liste, für das bereits Daten aus dem Jahr 2015 herangezogen wurden, während bei den meisten anderen Staaten die Zahlen aus dem Jahr 2014 eingerechnet wurden. Unmittelbar vor Österreich finden sich mit Schweden und Dänemark zwei weitere nordeuropäische Staaten.

Knapp hinter Österreich liegen mit ebenfalls rund drei Prozent die Schweiz (Datenstand allerdings 2012) und Taiwan. Auf Rang zehn folgen Deutschland und die USA mit 2,74 Prozent.

China hatte 2014 eine Forschungsquote von 2,05 Prozent und hat damit erstmals die EU-28 überholt, wie es am Donnerstag in einer Aussendung der OECD heißt.

Nur wenige Frauen in Österreichs Forschung

Im Schnitt arbeiten in Österreich 9,4 Personen pro 1.000 Einwohner in Forschung und Entwicklung, was in diesem Vergleich Rang 11 bedeutet. Einsame Spitze in dieser Auswertung ist Israel mit 17,6 Forschern pro 1.000 Einwohnern.

Eher bescheiden nimmt sich in Österreich hingegen der Anteil von Wissenschaftlerinnen aus: Mit einem Anteil von lediglich 29,6 Prozent Forscherinnen findet sich Österreich hier eher am Ende des Rankings. Allerdings liegen strukturell vergleichbare Länder, wie Deutschland, Frankreich oder die Niederlande sogar noch weiter zurück.

Fast ausschließlich eine Männerdomäne ist Forschung demnach in Teilen Asiens: Denn am Ende der Aufstellung finden sich Taiwan (22,1 Prozent Forscherinnen), Korea (18,5 Prozent) und Japan (14,7 Prozent).

science.ORF.at/APA

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