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Eine Pflanze wächst aus einem verdorrten Stück Boden

Schlechtere Böden kommen teuer

Fruchtbare Böden bilden die Lebensgrundlage der Menschheit. Forscher beobachten aber, dass sich Böden auf etwa 30 Prozent der Landfläche weltweit verschlechtern. Fruchtbarkeit und Produktivität verringerten sich in den vergangenen 30 Jahren drastisch. Betroffen sind arme wie reiche Länder, insgesamt ein Lebensraum von 3,2 Milliarden Menschen.

Ökologie 11.02.2016

Nährstoffverlust

Als Ursache für die Bodenerosion nennen die Forscher die nicht nachhaltige und intensive Landnutzung. Es wird zum Beispiel zu viel Vieh auf zu geringer Fläche gehalten, Wälder werden zugunsten weiterer Acker- und Weideflächen gerodet und Äcker mit schädigenden Methoden bearbeitet.

Mineraldünger steigert zwar kurzfristig die Erträge, doch der Boden verliert langfristig an Nährstoffen. Belastend sind auch das Wachstum der Weltbevölkerung und der zunehmende Appetit auf Fleisch und Milch in Entwicklungsländern. Diese Lebensmittel erfordern relativ viel Fläche in der Produktion.

300 Milliarden Euro

Die Kosten der Bödendegradierung werden den Angaben zufolge auf 300 Milliarden Euro jährlich beziffert. Das internationale Team hatte etwa Satellitendaten ausgewertet und Untersuchungen besonders betroffener Länder und Regionen wie Argentinien und Afrika angefertigt. Vor allem Süd- und Ost-Europa sind nach von Brauns Worten nicht von der Problematik ausgenommen.

Um die Kosten zu berechnen, bezogen die Forscher neben dem Wert landwirtschaftlicher Erzeugnisse auch Folgen für Wasser, Artenvielfalt und Klima ein. Die Milliardenkosten hätten daher je etwa zur Hälfte Landnutzer und Allgemeinheit zu tragen, so Joachim von Braun von der Universität Bonn. Investitionen in den Erhalt seien sehr lohnend, betonte der Wissenschaftler: Pro US-Dollar, der aktuell ausgegeben wird, spare man eines Tages das Fünffache an Folgekosten.

science.ORF.at/APA/dpa

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