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Blutproben von schwangeren Frauen, Verdacht auf Zika-Virus

Missbildungen: Zika als Ursache wahrscheinlich

Das Zika-Virus ist nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation mit hoher Wahrscheinlichkeit für Missbildungen bei Föten verantwortlich. "Der Zusammenhang zwischen Zika und Guillain-Barré ist ebenfalls sehr wahrscheinlich", so WHO-Expertin Marie-Paule Kieny am Freitag.

WHO 12.02.2016

Beim Guillain-Barré-Syndrom handelt es sich um krankhafte Veränderungen im menschlichen Nervensystem.

Kieny geht davon aus, dass in einigen Wochen der endgültige Nachweis erbracht werden könne. In Venezuela wurden drei neue Todesfälle bekannt, die auf eine Zika-Ansteckung zurückgeführt wurden.

Warten auf Impfstoff

Nach WHO-Angaben sind Wissenschaftler des Nationalen Gesundheitsinstitutes in den USA sowie der indischen Firma Bharat Biotech bei der Entwicklung eines Impfstoffs am weitesten fortgeschritten. Allerdings würde es noch eineinhalb Jahre dauern, um umfangreiche klinische Tests zu starten. Rund 15 Gruppen arbeiten an der Entwicklung eines Zika-Impfstoffs, unter anderem der französische Konzern Sanofi.

Mit den in Venezuela registrierten Fällen steigt die Zahl der Zika zugeschriebenen Erkrankungen auf 5221. In Brasilien waren am Donnerstag drei mutmaßliche Zika-Tote gemeldet worden. Nur einer von fünf Zika-Infizierten entwickelt tatsächlich Krankheitssymptome. Bei Föten soll das Virus zu schweren Schädelmissbildungen führen.

Der Erreger wird über Mückenstiche und möglicherweise auch beim Geschlechtsverkehr übertragen. Bisher ist das Virus in mehr als 30 Ländern aufgetreten. Am schwersten ist Brasilien betroffen.

science.ORF.at/APA/Reuters

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