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Mann arbeitet mit Lexikon

Fremdwörter kaum noch eingedeutscht

Immer weniger Fremdwörter aus dem Englischen, Französischen und anderen modernen Sprachen werden eingedeutscht. Zu diesem Schluss kommt ein deutsches Forschungsprojekt, Integrierte Schreibweisen seien kaum noch nachweisbar.

Sprache 18.02.2016

Die Rechtschreibreform von 1996 hat laut der Sprachwissenschaftlerin Sabine Krome vom Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim
zwar eingedeutschte Varianten wie Ketschup (neben Ketchup) und Bravur (neben Bravour) zugelassen, dies habe sich aber auch nach 20 Jahren nicht durchgesetzt.

Anpassung des Regelwerks

Neue Fremdwörter wie Fracking, Bad Bank und Follower werden demnach meist in der fremdsprachigen Form in den deutschen Wortschatz übernommen. Ein Grund dafür sei, dass immer mehr Deutsche gut Englisch schreiben und sprechen können, wie Krome erklärt.

Das IDS, die Fachrichtung Computerlinguistik der Universität des Saarlandes sowie die Wörterbuchverlage Duden (Bibliographisches Institut) und Wahrig bei Brockhaus hatten in dem Projekt die "Analyse und Instrumentarien zur Beobachtung des Schreibgebrauchs im Deutschen" erforscht. Internettexte verändern demnach immer stärker den allgemeinen Schreibgebrauch. Die Projektpartner wollen daher dem Rat für deutsche Rechtschreibung Vorschläge zur Anpassung des Regelwerks machen.

science.ORF.at/APA/dpa

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