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Österreich, "Kreuzweh-Land"

Knapp 40 Prozent der Österreicher leiden unter Rückenschmerzen. Die Häufigkeit hat sich zwischen 1973 und 2007 in etwa verdoppelt, wie eine neue Studie von Grazer Wissenschaftlern zeigt.

Schmerz-Statistik 23.02.2016

Die Untersuchung von Franziska Großschädl (Institut für Pflegewissenschaften/MedUni Graz) und ihren Co-Autoren ist vor kurzem in der Wiener klinischen Wochenschrift erschienen. Die Daten basieren auf den großen österreichischen Erhebungen des Mikrozensus 1973, 1983 und 1991 sowie auf der Gesundheitsumfrage aus dem Zeitraum 2006/2007. Insgesamt wurden die Informationen von knapp 180.000 Personen über 20 Jahren ausgewertet.

Bei den Frauen litten 1973 laut der Umfrage 14,2 Prozent an Rückenschmerzen. 2006/207 waren es bereits 34,3 Prozent. Bei den Adipösen lag der Wert etwas höher, nämlich bei 35,7 Prozent. Die Nicht-Fettsüchtigen (BMI kleiner 30) litten zu 33,7 Prozent unter Rückenproblemen.

Die österreichischen Männer starteten 1973 mit einem Anteil von 13,2 Prozent Kreuzweh-Geplagten und steigerten sich 2006/2007 auf 31,2 Prozent (Adipöse: 35,6 Prozent, Nicht-Adipöse 30,5 Prozent). Fazit der Forscher: "Diese Studie bestätigt, dass sich die Häufigkeit von Rückenschmerzen in ganz Österreich dramatisch und über alle analysierten Subgruppen hinweg erhöht hat."

science.ORF.at/dpa

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