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18 bewerben sich um FWF-Chefsessel

Fünf Frauen und 13 Männer haben sich um das höchste Amt des Wissenschaftsfonds FWF - den Präsidenten bzw. die Präsidentin - beworben. Das gab der Grundlagenforschung fördernde Fonds am Mittwoch nach Ablauf der Bewerbungsfrist am 29. Februar bekannt.

Forschungspolitik 02.03.2016

Die Delegiertenversammlung des Wissenschaftsfonds wird nun Kandidaten zu einem Hearing Ende April einladen und dann einen Dreiervorschlag erstellen, aus dem der Aufsichtsrat Ende Mai den neuen FWF-Chef kürt.

Wahl im Mai

Von den 18 Bewerbern bzw. Bewerberinnen kommen vier aus Deutschland und zwei aus der Schweiz.

Der Vorsitzende der FWF-Delegiertenversammlung, Josef Glößl, bezeichnete die Bewerberlage als "erfreulich gut". Das hohe Interesse "spiegelt die fundamentale Bedeutung des FWF für die Forschungsförderung in Österreich wider" und zeige auch dessen "exzellenten internationalen Ruf".

Die aus Vertretern der Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammengesetzte Delegiertenversammlung wird nach ihrem Hearing drei Kandidaten dem Aufsichtsrat vorschlagen. Diese müssen sich dem Aufsichtsgremium in einem weiteren Hearing präsentieren und dabei auch ihr Team für die drei Vizepräsidenten vorstellen. Der FWF-Aufsichtsrat wird voraussichtlich im Mai das neue Präsidium wählen, das dann Anfang September sein Amt antritt.

Erstmals ein Hauptberuf

Die Neuwahl erfolgt nach den neuen Regeln, die vergangenes Jahr in einer Novelle zum Forschungs- und Technologieförderungsgesetz (FTFG) fixiert wurden. Bisher wurde das FWF-Präsidium durch die Delegiertenversammlung gewählt. Die Position des FWF-Präsidenten ist zudem kein Ehrenamt mehr, sondern eine hauptberufliche Tätigkeit.

Die Funktionsperiode beträgt vier Jahre, eine einmalige Wiederwahl ist möglich. Die bisherige Präsidentin Pascal Ehrenfreund wechselte im Sommer vergangenen Jahres an das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt. Seither steht Vizepräsidentin Christine Mannhalter interimistisch an der FWF-Spitze.

science.ORF.at/APA

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