Standort: science.ORF.at / Meldung: "Abelpreis für Andrew Wiles"

Zahlen vor blauem Hintergrund

Abelpreis für Andrew Wiles

Der britische Mathematiker Andrew Wiles bekommt den diesjährigen Abelpreis für den Beweis des Großen Fermatschen Satzes, der ihm 1994 - also 350 Jahre nach dessen Formulierung - gelungen ist. Der norwegische Preis ist eine der wichtigsten wissenschaftlichen Auszeichnungen und gilt als Nobelpreis der Mathematik.

Auszeichnung 15.03.2016

Der heute 62-jährige Wiles erhält dafür sechs Millionen norwegische Kronen, das sind ungefähr 630.000 Euro. In Worten besagt der Fermatsche Satz: Ist n eine natürliche Zahl größer als zwei, kann die n-te Potenz jeder natürlichen Zahl ungleich null nicht in die Summe zweier n-ter Potenzen natürlicher Zahlen ungleich null zerlegt werden.

Andrew Wiles und Fermats letzter Satz

AP, CHARLES REX ARBOGAST

Andrew Wiles und Fermats letzter Satz

Das klingt (zumindest in der Formeldarstellung, siehe Bild) relativ einfach, dennoch haben sich bedeutsame Mathematiker mehr als drei Jahrhunderte lang erfolglos an dem Theorem abgearbeitet, das Pierre de Fermat im 17. Jahrhundert formuliert hat. Kurz nachdem Wiles am Dienstagmorgen von der Auszeichnung erfahren hatte, sprach er gegenüber Nature News von einer "totalen Überraschung".

Der Beweis machte Wiles zu einem der berühmtesten Mathematiker des 20. Jahrhunderts. Sein Weg dorthin ist im Bestseller "Fermats letzter Satz" von Simon Singh nachzulesen.

science.ORF.at

Mehr zum Thema: