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Französin erhält mit 91 ihren Doktortitel

So etwas hat man an der Universität der ostfranzösischen Stadt Besancon noch nicht erlebt: Mit 91 Jahren hat dort eine Studentin noch ihr Doktorat gemacht - nachdem sie vor über 30 Jahren mit der Arbeit daran begonnen hatte.

Später Abschluss 16.03.2016

Gestern stellte Colette Bourlier (Bild hier) ihre Dissertation mit dem Titel "Einwanderer als Arbeiter in Besancon in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts" den Gremien vor. Sie bestand mit Auszeichnung.

"Es hat ein bisschen gedauert"

"Es hat ein bisschen gedauert, die Arbeit zu schreiben, weil ich immer wieder Pausen eingelegt habe", sagte Bourlier. Für die Arbeit konnte sie auf eigene Erfahrungen als Lehrerin zurückgreifen, die Analphabeten unter den Einwanderern Lesen und Schreiben beigebracht hatte.

Bourlier wurde 1925 in Lyon geboren, nach ihrer Pensionierung 1983 entschloss sie sich, das Doktorat zu machen.

Normalerweise dauert das Erlangen der Doktorwürde in Frankreich nach Abschluss des Magisteriums drei Jahre, doch Bourlier sei "eine extrem atypische" Studentin gewesen, sagte ihr Professor Serge Ormaux. "Sie ist vermutlich die einzige Person, die ich kenne, die alle Aspekte im Detail kannte und in der Lage war, alles miteinander zu verknüpfen."

science.ORF.at/APA/AFP

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