Standort: science.ORF.at / Kategorie "70 Jahre Kriegsende"

US-Bomber über Wien-Heiligenstadt

Vergessene Episode: Gelynchte Piloten

Vor 70 Jahren, in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, hat sich die Brutalität des NS-Regimes noch einmal gesteigert. Einer bisher vergessenen Episode hat sich ein Grazer Historiker gewidmet: Mindestens 100 Piloten, die über heutigem österreichischen Gebiet abgeschossen worden waren, wurden gelyncht.

Zeitgeschichte 16.04.2015

Hände im Kreis

Rückkehrkinder: Marginalisiert, aber erfolgreich

Kommunistische oder jüdische Eltern zu haben: Das waren in der NS-Zeit Gründe für Ermordung oder Exil, aber auch nach 1945 war es alles andere als leicht. Forscher haben nun untersucht, wie sich die Kinder von Rückkehrern in Österreich schlugen, nachdem diese von den Nazis vertrieben worden waren. Fazit: Sie waren wenige, aber erfolgreich.

Zeitgeschichte 15.04.2015

ABBA-Sängerin Anni-Frid Lyngstad

"Tyskerunger" als bequeme Sündenböcke

Heute gilt Norwegen als sehr fortschrittlich in Sachen Menschenrechte und zivilisatorische Werte. In seiner Kriegs- und Nachkriegsgeschichte finden sich aber auch dunkle Flecken. So lebten etwa Tausende aus der Zeit der Okkupation stammende "Tyskerunger" (Deutschen-Kinder) und deren Mütter jahrzehntelang ausgegrenzt.

70 Jahre Kriegsende 14.04.2015

Soldaten kämpfen für die Befreiung Wiens 1945

Vor 70 Jahren wurde Wien befreit

Mit einem Generalangriff von Süden her hat am 5. April 1945 die Schlacht um Wien begonnen. In den Abendstunden des 13. April verstummte der Gefechtslärm: Wien war befreit.

Zeitgeschichte 13.04.2015

Hörsaal: Studenten erheben ihre rechte Hand zum Hitlergruß

"Körperspenden" für die NS-Medizin

Die historische Rolle der Anatomischen Institute in Graz und Innsbruck während der NS-Zeit wurde nach dem Krieg verschwiegen oder gar vertuscht. Der Wiener Historiker Herwig Czech hat diese nun untersucht und erschütternde Fallgeschichten entdeckt. Er beschreibt seine Funde in einem Gastbeitrag.

Zeitgeschichte 13.04.2015

Unterernährte Häftlinge im KZ Buchenwald liegen auf dem Erdboden

KZ-Buchenwald: Das Grauen als Gravur

Nicht einmal handtellergroß sind die gravierten Medaillen von Pierre Provost - der Franzose hat darin seine Erlebnisse im einstigen Konzentrationslager Buchenwald aufgearbeitet. 70 Jahre später kehren die Kunstwerke an den Ort ihres Entstehens zurück.

Ausstellung 07.04.2015

Dokumente des Massakers von Hofamt Priel am 2. Mai 1945. Die SS erschoss hier 228 Menschen. Die Dokumente der Opfer erhielten sich, weil sie von einem Gendarmen gesammelt wurden

41 Tage, 30.000 Ermordete

Vor 70 Jahren, am 29. März 1945, hat die Rote Armee die Grenzen des "Dritten Reichs" im Burgenland überquert. Am 8. Mai kapitulierten die Nationalsozialisten. In den 41 Tagen dazwischen nahm ihre Gewalt noch einmal zu: Rund 30.000 Menschen kamen in der "Ostmark" ums Leben - bei Todesmärschen, Menschentreibjagden und Lynchmorden.

Vor 70 Jahren 30.03.2015

Im Inneren der Wiener Synagoge

Wiens jüdische Gemeinde vor 1938

Vor dem Zweiten Weltkrieg hat der offen gelebte Antisemitismus in Österreich stetig zugenommen. Die große jüdische Gemeinde in Wien reagierte unterschiedlich - je nach politischer Position: Man versuchte, Benachteiligungen vor Gericht zu begegnen oder im Ausland um Hilfe zu bitten.

Antisemitismus 23.03.2015

Wie die Österreich-Ausstellung neu gestaltet wird

Mit der Gestaltung der neuen Österreich-Ausstellung in der Gedenkstätte Auschwitz hat der Nationalfonds den Wiener Architekten Martin Kohlbauer beauftragt. Mit seiner Umsetzung will er dabei vor allem "den Opfern gerecht werden".

KZ Auschwitz 23.03.2015

Universität Wien von außen

Die Universität Wien im Austrofaschismus

Etwa dank der Wiener Medizinischen Schule genoss die Universität Wien rund um 1900 Weltruf. Im 20. Jahrhundert sollte sich das grundlegend ändern. Dafür gibt es viele Gründe, v.a. die Vertreibung der jüdischen Intelligenz durch die Nationalsozialisten. Doch maßgeblich hat auch der Austrofaschismus zuvor dazu beigetragen, wie neue Studien zeigen.

650-Jahr-Jubiläum 13.03.2015

Außenansicht von Auschwitz aus dem Film "Shoah"

Neue Österreich-Ausstellung frühestens 2017

Wenn am Dienstag der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee vor 70 Jahren gedacht wird, wird Österreich einmal mehr an seine verspätete NS-Aufarbeitung erinnert. Im NS-Vernichtungslager wurde erst 1978 eine Ausstellung eröffnet, die sich dem Beitrag Österreichs widmete.

Auschwitz-Befreiung 27.01.2015

Eingangsportal des ehemaligen KZ Auschwitz

Auschwitz war in Österreich lange tabu

Am 27. Jänner jährt sich die Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz zum 70. Mal. International gilt es als Symbol für den Holocaust. In Österreich war das Thema lange tabu. Erst langsam begann man mit der Aufarbeitung, lange wurden aber nur die Opfer aus Österreich beachtet, die Täter blieben ausgeblendet.

Zeitgeschichte 22.01.2015

Jemand trägt eine Lederjacke mit einem durgestrichenen Hakenkreuz darunter

"Kaum institutionalisiert, nicht systematisch"

Was die Aufarbeitung des historischen Faschismus und des Nationalsozialismus betrifft, haben in Österreich mittlerweile viele wissenschaftliche Institutionen gute Arbeit geleistet. Anders sieht es hingehen beim aktuellen Rechtsextremismus aus: Seine Erforschung ist laut Experten "kaum institutionalisiert".

Rechtsextremismus-Forschung 21.01.2015

Brennende Öllampen, von einer Frauenhand angezündet

Befreiung des Budapester Ghettos vor 70 Jahren

In der Großen Synagoge von Budapest haben ungarische Juden und Veteranen der sowjetischen Armee der Befreiung des jüdischen Ghettos in der ungarischen Hauptstadt vor 70 Jahren gedacht. Am Sonntag versammelten sich dort mehrere hundert Menschen, unter ihnen Überlebende des von den Nazis eingerichteten Ghettos.

Zeitgeschichte 19.01.2015

Ein Schuh steht auf einer im Belvedere im Boden eingelassenen Tafel, die an den Staatsvertrag 1955 erinnert

Von Gedenkjahr zu Gedenkjahr

Gerade ist ein Gedenkjahr vergangen, schon hat das neue begonnen: Wurde 2014 des Beginns des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren gedacht, so jähren sich heuer das Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 und der Staatsvertrag 1955. Anlass für die Historikerin Heidemarie Uhl, die beiden Gedenkjahre - rückblickend bzw. vorausschauend - zu vergleichen.

2014 - 2015 09.01.2015