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Studie zu Impfung und Autismus zurückgezogen

Das britische Medizinjournal "The Lancet" hat eine umstrittene Studie zu einem vermeintlichen Zusammenhang zwischen der Masern-Mumps-Röteln-Impfung und Autismus widerrufen.

Medizin 03.02.2010

Entgegen den Ergebnissen einer früheren Untersuchung habe sich herausgestellt, dass mehrere Teile der Studie inkorrekt seien, teilte das Fachjournal gestern in London mit. Die 1998 veröffentlichte Arbeit werde daher vollständig zurückgezogen. Die Mehrzahl der Autoren hatte sich bereits vor fünf Jahren von den Schlussfolgerungen der Studie distanziert.

Impfbereitschaft sank

Die Arbeit hatte bei zwölf britischen Kindern einen Zusammenhang zwischen Darmentzündungen und Entwicklungsstörungen wie Autismus untersucht. Dabei wurde ein Zusammenhang mit der Dreifachimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) angedeutet.

Keine folgende Studie konnte einen solchen Zusammenhang finden. Dennoch sank in der Folge die Impfbereitschaft in Großbritannien und in anderen Ländern teils stark. Für das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Masern in Europa auszurotten, bedeutete dies einen herben Rückschlag. Masern sind - vor allem in Entwicklungsländern - eine der führenden Todesursachen bei kleinen Kindern.

science.ORF.at/dpa

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