Standort: science.ORF.at / Meldung: "Kleine Hunde stammen aus Mittlerem Osten"

Dackel beim Laufen

Kleine Hunde stammen aus Mittlerem Osten

Eine genetische Analyse hat ergeben, dass die Vorfahren aller kleinwüchsigen Hunderassen vor etwa 12.000 Jahren aus dem Mittleren Osten kamen. Laut den Forschern ist die für die Größe verantwortliche Genvariante bei der Domestizierung der dort heimischen Wölfe entstanden.

Genetik 24.02.2010

Frühe Mutation

Bei archäologischen Ausgrabungen waren vor kurzem die Überreste von kleinen Haushunden gefunden worden. Es gab zwar bereits ältere Funde aus Belgien, Deutschland und Russland, aber alle stammten von größeren Artverwandten.

Die Studie in "BMC Biology": "The IGF1 small dog haplotype is derived from Middle Eastern gray wolves" von Melissa M. Gray et al.

Melissa Gray und Robert Wayne von der University of California in Los Angeles untersuchten mit ihrem Team die Funde und verglichen sie mit einem großen genetischen Sample grauer Wölfe. "Die Mutation für die kleine Körpergröße fand vermutlich erst nach der Domestizierung statt", so Gray.

Da aber alle kleinen Hunde die Variante von IGF1 besitzen, muss sie recht bald danach stattgefunden haben, mit der der Wölfe ist sie noch immer sehr nahe verwandt.

Klein durch Domestizierung

Die Ergebnisse untermauern die Hypothese der Biologen, dass alle kleinen Hunderassen aus dem Mittleren Osten stammen.

Die Verkleinerung der Körpergröße ist eine typische Randerscheinung der Domestizierung. Das Phänomen kennt man auch von Rindern, Schweinen und Ziegen. "Die kleine Größe war in dichten agrarischen Gesellschaften vermutlich von Vorteil, da die Hunde ja zumindest zum Teil im Haus gelebt haben", so Gray.

science.ORF.at

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