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Kapsel mit Asteroidproben geborgen

Die japanische Weltraumsonde "Hayabusa" ist nach sieben Jahren im All zur Erde zurückgekehrt. Die wertvolle Kapsel mit den ersten je genommenen Asteroidproben an Bord ist nach erfolgreicher Landung in der Wüste Australiens geborgen worden.

Astronomie 14.06.2010

Das sagte der Sprecher des australischen Verteidigungsministeriums, Allan Cole, am Montag. Die Kapsel aus der verglühten japanischen Raumsonde "Hayabusa" sei an Ort und Stelle in einen versiegelten Container gepackt worden und werde per Helikopter aus dem Landeareal auf einem Raketenübungsgelände 500 Kilometer nördlich von Adelaide ausgeflogen. Der Container werde erst in Japan wieder geöffnet.

Vor fünf Jahren Sternenstaub gesammelt

Hayabusa nach der Landung in Australien

epa

Die Kapsel nach der Landung

Nach Angaben von Cole verlief die Landung völlig problemlos. Die Sonde war in der Nacht mit einem gigantischen Feuerstreif über Südaustralien in die Erdatmosphäre eingetreten und verglüht.

Kurz davor hatte sich die Kapsel gelöst und war separat an einem Fallschirm zu Boden geschwebt. In der Kapsel sollen Partikel eines Asteroiden sein. "Hayabusa" - auf Deutsch: Falke - hatte sie vor fünf Jahren an dem mehr als 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Asteroiden Itokawa eingesammelt.

Sieben Jahre unterwegs

Bei der Mission war nicht alles glatt gelaufen. So ist unklar, ob die Sonde wie geplant eine Art Fallbeil auf den Asteroiden sausen ließ, um damit Staub aufzuwirbeln und einzufangen. Die Wissenschaftler sind aber trotzdem zuversichtlich, dass die Kapsel genügend Material für völlig neue Erkenntnisse über die Entstehung von Planeten an Bord hat.

Die Sonde war sieben Jahre unterwegs und hat mehr als vier Milliarden Kilometer zurückgelegt. Fast scheiterte die Mission. Auf dem langen Rückweg zur Erde fielen mehrere Antriebswerke aus, die Kommunikation riss zeitweise ab und die Batterien wurden unzuverlässig. Dennoch schafften es die Wissenschaftler, die Sonde zur Landung nach Australien zu dirigieren.

science.ORF.at/dpa

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