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Aufnahme des gesamten Himmels vom ESA-Satelliten "Planck"

Satellit liefert erstes Bild des ganzen Himmels

Der ESA-Satellit "Planck" hat seine erste Aufnahme des gesamten Himmels gesendet. Sie liefert laut der Europäischen Weltraumorganisation ESA nicht nur neue Erkenntnisse über die Entstehung von Sternen und Galaxien, sondern auch über die Geburt des Universums nach dem Urknall.

Kosmos 06.07.2010

"Genau für diesen Augenblick wurde Planck geschaffen", sagte der ESA-Direktor für Wissenschaft und Robotische Exploration, David Southwood. "Wir haben noch lange keine Antwort auf alle Fragen, sondern eröffnen den Wissenschaftlern neue Möglichkeiten, die Entstehung des Universums und seine heutige Funktionsweise besser zu verstehen ... Nun kann die wissenschaftliche Ernte beginnen."

Außergewöhnlicher Datenschatz

Das von "Planck" aufgenommene Bild des gesamten Himmels zeigt die nächstgelegenen Teile der Milchstraße bis hin zu den entferntesten Gefilden von Raum und Zeit und stellt laut ESA einen "außergewöhnlichen Schatz neuer Daten" für Astronomen dar.

Aufnahme des kompletten Himmels durch Planck

ESA/ LFI & HFI Consortia

Die ESA-Aufnahme des kompletten Himmels

Zu sehen sind Bänder aus kaltem Staub ober- und unterhalb der Milchstraße, wie die ESA erläuterte. In diesem galaktischen Netz entstehen neue Sterne. Außerdem ist die kosmische Mikrowellen-Hintergrundstrahlung zu erkennen. Dabei handelt es sich um das älteste Licht des Alls und den Rest des Feuerballs, aus dem es vor 13,7 Milliarden Jahren entstanden ist. "Planck" soll vor allem herausfinden, was in diesem ursprünglichen Universum geschah.

Der Satellit wird das Universum weiterhin kartieren. Am Ende seiner Mission im Jahr 2012 wird "Planck" den Himmel viermal abgetastet haben. Der erste komplette Datensatz der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung soll 2012 zur Verfügung stehen.

science.ORF.at/dpa