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Fortschritte, aber kein Durchbruch

Trotz Fortschritten bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen HIV/Aids ist der große Durchbruch offenbar noch nicht in Sicht.

HIV-Impfstoff 21.07.2010

Erfolge im Reagenzglas

Die Konferenz im Internet

Die internationale Aids-Konferenz AIDS 2010 wird zum Teil live im Internet übertragen und in science.ORF.at mit einem Themenschwerpunkt begleitet.

Programmhinweise

Aktuelle Beiträge zu diesem Thema in "oe1.ORF.at":

Weitere Sendungen zum Thema in den Ö1-Dimensionen, jeweils um 19.06 Uhr:

Montag, 26. Juli: Armenkrankheit Aids. Die Welt-Aids-Konferenz in Wien (18. -23. Juli 2010). Gestaltung: Franz Zeller

Dienstag, 27. Juli: HIV-Politik. Wie Politik den Umgang mit der Pandemie beeinflusst. Gestaltung: Birgit Dalheimer

Es gibt noch viele Fragen zu klären, sagte Giuseppe Pantaleo vom Swiss Vaccine Research Institute in Lausanne beim Internationalen Aids Konferenz (AIDS 2010) in Wien. Klar ist, dass das HI-Virus sich rasch verändert, fraglich ist, wie weit ein Impfstoff da quasi mitwachsen müsste.

Beim ersten erfolgreichen klinischen Test war in Thailand ein Schutz von rund 31 Prozent festgestellt worden. Wissenschaftler arbeiten auch an der Entwicklung von Antikörpern: In vitro, also im Reagenzglas, gibt es schon Kandidaten, die hundertprozentig wirken, berichtete Seth Berkley, Gründer der Internationalen Aids-Impfstoff Initiative.

Besonderes Augenmerk legen die Wissenschaftler bei ihrer Suche nach geeigneten Antikörpern auf Personen, die von Natur aus gegen das Virus geschützt sind, etwa ein Prozent der HIV-Infizierten produzieren genügend Antikörper, um den Eindringling in Schach zu halten. Zehn bis 30 Prozent produzieren immerhin Antikörper, wenngleich in unzureichender Anzahl.

Außerhalb des Körpers produzierte Antikörper, welche das Virus mehr oder weniger direkt angreifen, könnten als Zwischenschritt für eine effektive aktive Impfung dienen, so Berkley. Eine weitere, vielversprechende Möglichkeit wäre das Einschleusen solcher Antikörper mittels gentechnischer Methoden.

science.ORF.at/APA

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