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15 Empfehlungen für den Verkehr der Zukunft

Am vergangenen Wochenende hat in Kramsach in Tirol eine Bürgerkonferenz stattgefunden. Dabei wurden Empfehlungen formuliert, wie das Verkehrssystem nachhaltiger gestaltet werden könnte. Die Kernpunkte: mehr öffentlicher Verkehr und erneuerbare Energieträger.

Mobilität 26.08.2010

32 Bürger und Bürgerinnen haben die Visionen entwickelt, wie das Verkehrssystem nachhaltiger gestaltet werden könnte. In einer Diskussion mit Experten und Expertinnen wurden dabei 15 Empfehlungen formuliert.

Technologiegespräche Alpbach

Die Ergebnisse der BürgerInnenkonferenz werden in zwei Arbeitskreisen bei den diesjährigen Technologiegesprächen des Europäischen Forums Alpbach präsentiert. Organisiert wurde die Konferenz von Verbund und der Initiative Risiko:Dialog von Umweltbundesamt und Radio Österreich 1.

Weitere Beiträge zu den Technologiegesprächen des Europäischen Forums Alpbach

Eine Karte mit allen Mobilitätsangeboten

Den Bürgern und Bürgerinnen geht es unter anderem um mehr Komfort, optimierte Schnittstellen zwischen Verkehrsmitteln und ein umweltfreundlicheres Verkehrssystem. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sehen zum Beispiel vor, dass der öffentliche Verkehr als Gesamtsystem optimiert und eine attraktive Alternative zum Individualverkehr wird.

Außerdem wünschen sich die Bürger und Bürgerinnen eine Mobilitätskarte, die über alle Mobilitätsangebote und deren Umweltfreundlichkeit informiert. Darüber hinaus soll die E-Mobilität weiter ausgebaut werden. Dazu gehört, dass die Batterien für elektrisch betriebene Fahrzeuge effizienter werden, es ausreichend Infrastruktur in Form von Ladestationen gibt und der Strom aus erneuerbaren Energieträgern stammt, also vor allem aus Sonnen- und Windenergie.

Weitere Vorschläge sind Rad- und Gehwege an jeder Straße auch am Land und ein besseres System von Anruf-Sammeltaxis.

Querschnitt der Bevölkerung

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Bürgerkonferenz im Alter von 18 bis 65 Jahren stellten einen repräsentativen Querschnitt der österreichischen Bevölkerung dar: von Arbeitslosen bis Akademikern und Schülern bis Pensionisten.

Im Vorfeld zur Bürgerinnenkonferenz haben sie ihr eigenes tägliches Mobilitätsverhalten, ihre Zufriedenheit und ihren Ärger in Protokollen aufgezeichnet, die zu Beginn der Konferenz analysiert wurden. Im weiteren Verlauf der Konferenz haben die Bürger und Bürgerinnen ihre eigenen Mobilitätsbedürfnisse erörtert und auf Basis dessen die Empfehlungen erstellt.

science.ORF.at

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