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Drei Kleinkinder, zwei davon reißen die Arme in die Höhe

Kleinkinder bereits "feinsinnige Helfer"

Kleinkinder besitzen weit mehr Urteilskraft als viele Erwachsene denken. Bereits Dreijährige richten ihr Handeln nach dem Verhalten und den Absichten ihrer Mitmenschen aus.

Psychologie 16.11.2010

Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig.

Sensibel für böse Absichten

Kleinkinder sind demnach weniger hilfsbereit, wenn sie beobachten, dass die Person, der sie helfen sollen, einem anderen Menschen ohne erkennbaren Grund etwas zuleide getan hat. Ablehnend reagierten die Dreijährigen aber auch auf Menschen, die ihnen vorgaukelten, dass sie einem Mitmenschen schaden wollen, es dann aber doch nicht taten.

Die Studie:
"Young Children Selectively Avoid Helping People With Harmful Intentions" ist am 16. November 2010 im Journal "Child Development" erschienen (DOI: DOI: 10.1111/j.1467-8624.2010.01500.x).

"Urteilsfähige Helfer

Die Forscher beobachteten fast 100 Dreijährige aus Familien der Mittelschicht in Deutschland. Die Tests hätten gezeigt, "dass Kinder ziemlich feinsinnige und urteilsfähige Helfer" sind, schreibt Studien-Leiterin Amrisha Vaish.

"Unsere Untersuchungen belegen, dass Kinder nicht nur auf das Werteverhalten anderer feinfühlig reagieren, sondern auch auf die Absichten, die dahinter stecken."

Erwachsene Schauspieler hatten den jungen Teilnehmer verschiedene Szenarien vorgespielt und so Verhaltensweisen aus ihnen herausgelockt. Die Autoren der Studie widersprachen damit der Annahme, dass Kleinkinder jedem blind helfen.

science.ORF.at/APA/dpa

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