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Forscher entwickeln Mikro-Tarnkappe

Der "Zauberumhang", mit dem man sich unsichtbar machen kann, könnte in Zukunft Wirklichkeit werden: Unterhalb der Millimetergrenze können Nanotechnologen Objekte bereits "verschwinden lassen".

Technologie 24.11.2010

"Photonische Metamaterialien"

Das teilte die EU-Kommission mit, die ein entsprechendes Forschungsprojekt gefördert hat. Derzeit funktioniere diese Technik allerdings nur im Infrarotbereich, sagte Jonathan Todd, Sprecher der für die Digitale Agenda zuständigen Kommissions-Vizepräsidentin Neelie Kroes.

Die am Projekt "Phome" beteiligten Wissenschaftler haben laut Kommission "photonische Metamaterialien" geschaffen, die das Verhalten von Lichtstrahlen beeinflussen. Der "Tarnmantel" selbst besteht aus nur wenigen hundert Nanometer dicken Stäbchen, die in einer holzstapelähnlichen Struktur angeordnet sind. Diese werden sorgfältig so ausgerichtet, dass sie Lichtwellen teilweise umlenken können.

Die Forscher aus Deutschland, Griechenland, der Türkei und Großbritannien hätten damit prinzipiell den Beweis erbracht, dass die optischen Eigenschaften von Werkstoffen in bisher für unmöglich gehaltener Weise gesteuert werden können. Dadurch würden sich ganz neue Anwendungsmöglichkeiten für Linsen und optische Schaltkreise ergeben.

science.ORF.at/APA