Standort: science.ORF.at / Meldung: "Gute Laune durch Ruhestand"

Pensionistin sitzt auf einer Bank im Grünen

Gute Laune durch Ruhestand

Der Eintritt ins Pensionsalter steigert bei vielen Senioren die Stimmung. Eine europäische Langzeitstudie zeigt, dass bei vielen Menschen nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben sowohl die Müdigkeit als auch die Neigung zu Depression abnehmen. Chronische Erkrankungen bessern sich allerdings nicht.

Langzeitstudie 26.11.2010

Nicht gesünder, aber munterer

Die Forscher rund um Hugo Westerlund von der Universität Stockholm untersuchten mehr als 15.000 Franzosen über einen Zeitraum von 15 Jahren, die Erhebung begann dabei bereits sieben Jahre vor der Pensionierung. Die meisten Studienteilnehmer hörten im Alter von 53 bis 57 Jahren auf zu arbeiten, die letzten gingen mit 64 in den Ruhestand. Danach besserte sich sowohl die körperliche als auch die mentale Müdigkeit. Depressive Symptome, an denen vorher jeder vierte litt, ließen ebenfalls etwas nach.

Atemwegserkrankungen, Herzerkrankungen oder Diabetes blieben dagegen vom Ausscheiden aus dem Arbeitsleben unbeeinflusst. Sie verschlechterten sich mit zunehmendem Alter. "Wenn die Arbeit für viele ältere Beschäftigte zu anstrengend ist, könnte die Abnahme der Müdigkeit den Wegfall dieses Problems widerspiegeln", schreiben die Psychologen im "British Medical Journal".

science.ORF.at/APA/dapd

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