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VetMed übernimmt Konrad-Lorenz-Institut

Die Akademie der Wissenschaften übergibt das Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung (KLIVV) an die Veterinärmedizinische Universität Wien. Die Verträge sind diese Woche unterzeichnet worden, heißt es in einer Aussendung.

Verhaltensforschung 22.12.2010

Zentrum mit 80 Forschern

Was in der Molekularbiologie auf dem Standort Bohrgasse in Wien-Landstraße bereits erfolgreich gepflegt wird, nämlich die Uni-übergreifende Zusammenarbeit mehrerer Forschungseinrichtungen, soll nun auch die sogenannte organismische Biologie stärken.

Durch die Zusammenlegung des KLIVV mit dem VetMed-Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie entsteht ein Zentrum mit rund 80 Wissenschaftlern. Die Forschungsthemen reichen von Verhaltensforschung und Evolution bis zur Erforschung physiologischer Anpassungen von Wildtieren an die ökologischen Bedingungen in ihren Lebensräumen.

Beginn in Armeebaracken

Das KLIVV - dessen Name erhalten bleibt - hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Gegründet wurde es vom Verhaltensforscher Otto Koenig, der nach 1945 verlassene Armeebaracken mehr oder weniger annektierte und langsam die ursprünglich privat finanzierte Biologische Station Wilhelminenberg aufbaute. 1967 wurde die Einrichtung zu einem Institut der ÖAW.

Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde das "Akademie-Institut Wilhelminenberg" - wie Koenig es nannte - durch zahlreiche Fernsehsendungen, etwa die Reihe "Rendezvous mit Tier und Mensch". Dass aber auch die Forschung nicht zu kurz kam, zeigt etwa die Tatsache, dass das Institut so prominente Wissenschaftler wie Irenäus Eibl-Eibesfeldt hervorbrachte.

Koenig leitete die Einrichtung bis 1984. 1989, nach dem Tod des österreichischen Pioniers der Verhaltensforschung, Konrad Lorenz, erhielt das KLIVV seinen heutigen Namen.

science.ORF.at/APA

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