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Mathematische Formeln auf stufenförmigen Tafeln

ESI wird zur "Forschungsplattform"

Die Zukunft des Erwin-Schrödinger-Instituts für mathematische Physik (ESI) scheint gesichert. Bis Mai kann die international renommierte Einrichtung, dessen Basisförderung mit Beginn des Jahres 2011 gestrichen wurde, in seiner bisherigen Form weiterbestehen.

Physik 03.01.2011

Dann wird es als sogenannte Forschungsplattform der Universität Wien angeschlossen, behält aber seinen Namen, teilte das ESI auf seiner Homepage mit. Die Uni Wien hat für die Förderung innovativer, fächerübergreifender Forschungsgebiete das Instrument der "Forschungsplattform" geschaffen.

Jungforscher: Programm ausgesetzt

Nach dem Entschluss des Wissenschaftsministeriums, die Basisförderung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen zu streichen, schien auch die Existenz des 1993 gegründeten ESI gefährdet. Zahlreiche Wissenschaftler aus aller Welt hatten gegen diese Maßnahme protestiert. Nun dürfte die Finanzierung des Forschungsprogramms und der Workshops für die Jahre 2011 und 2012 gesichert sein, schreibt das ESI. Allerdings muss das "Junior Research Programm" des Instituts mangels finanzieller Unterstützung ausgesetzt werden. Mit diesem Programm wurde jungen Doktoranden und Postdocs seit 2004 ermöglicht, am ESI zu arbeiten.

Symposion zu Schrödingers 50. Todestag

Anlässlich des 50. Todestag des österreichischen Physikers Erwin Schrödinger, der sich am 4. Jänner zum 50. Mal jährt, veranstaltet das ESI vom 13. bis 15. Jänner in Wien ein internationales Symposium unter dem Titel "Erwin Schrödinger - 50 Years After". Mit der Veranstaltung soll Schrödingers quantentheoretisches Erbe aus zeitgenössischer Perspektive gewürdigt werden. Zahlreiche Vortragende aus dem In- und Ausland werden aktuelle experimentelle und theoretische Entwicklungen im Zusammenhang mit Schrödingers Arbeit präsentieren sowie dessen Einfluss aus geschichtlicher und philosophischer Sicht beleuchten.

Das Symposium beginnt am 13. Jänner um 19.30 Uhr mit einem öffentlich zugänglichen Vortrag im Rahmen der Wiener Vorlesungen. Jürgen Renn vom Max Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin wird dabei im Kleinen Festsaal der Uni Wien über "Schrödingers Weg zur Wellenmechanik" sprechen. Den Ehrenschutz über das Symposium hat Ruth Braunizer, die Tochter Schrödingers. Begleitet wird die Tagung von einer von der Österreichischen Zentralbibliothek für Physik gestalteten Ausstellung über Erwin Schrödinger.

science.ORF.at/APA

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