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Heißer Planet WASP-33b vor seinem Mutterstern

Heißester Planet entdeckt

Astronomen haben den bisher heißesten Planeten entdeckt. Der Gasgigant namens WASP-33b ist mit 3.200 Grad Celsius heißer als so mancher Stern. Seine enge Umlaufbahn und die Hitze des Muttersterns sind dafür verantwortlich.

Astronomie 19.01.2011

Erste Hinweise auf die Existenz des Planeten haben Forscher von der Super Wide Angle Search for Planets (SuperWASP) bereits 2006 gefunden. Regelmäßige Verdunkelungen des Muttersterns ließen einen Planeten vermuten. Messungen haben seine Existenz letztes Jahr bestätigt. Er ist demnach etwa 4,5-mal so groß wie der Jupiter. WASP-33b umkreist seinen Stern in 29,5 Stunden.

Aufgeheizt durch Mutterstern

Das ist zwar nicht die kürzeste bekannte Umlaufbahn, aber der Mutterstern ist einer der heißesten bisher vermessenen Sterne. Seine Temperatur beträgt 7.600 Grad Celsius, das ist deutlich mehr als unsere Sonne, auf deren Oberfläche ungefähr 5.600 Grad Celsius herrschen.

Die enge Umlaufbahn und die hohen Temperaturen des Muttersterns machen WASP-33b zum heißesten Planeten, er wird so auf fast 3.200 Grad Celsius erhitzt, wie Infrarotmessungen zeigen. Er ist damit etwa 700 Grad heißer als der ebenfalls sehr heiße WASP-12b.

Die Astronomen versprechen sich von der Entdeckung neue Einsichten in die Natur superheißer Planeten, die einige ungewöhnliche Eigenschaften besitzen. So scheinen beispielsweise die äußeren Schichten ihrer Atmosphäre kälter zu sein als die inneren, trotz des heißen Muttersterns. Das könnte an ihrer speziellen chemischen Zusammensetzung liegen, die vielleicht durch die starke Strahlung entstanden ist.

science.ORF.at

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